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Kampf um Aleppo UNO-Sonderbeauftragter für Syrien warnt Assad

Vor einer völligen Zerstörung des östlichen Teils von Aleppo warnt Staffan de Mistura die Führung in Damaskus. «Zehntausende Flüchtlinge» würden sich dann in Richtung Türkei auf den Weg machen. Autobomben-Anschläge und ein Guerillakrieg wären die Folge.

Ein Kind mit Plastiksäcken auf einer Strasse voller Trümmer
Legende: Zehntausende Flüchtlinge nach der Eroberung von Ost-Aleppo, prophezeit UNO-Diplomat de Mistura. Reuters
  • Der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, fürchtet, dass bei anhaltendem Bombardement «zu Weihnachten kein Ost-Aleppo mehr existiert».
  • Über 255'000 Menschen seien dort derzeit eingeschlossen, sagte er der «Süddeutschen Zeitung».
  • Die Einnahme durch Regierungstruppen würde «Zehntausende Migranten Richtung Türkei» in Bewegung setzen.
  • Zudem befürchtet de Mistura in der Folge «für die nächsten Jahre einen fortgesetzten Guerillakrieg in ländlichen Gebieten sowie Autobomben in Städten». Vor dieser Entwicklung warnt er Präsident Baschar al-Assad und fügt hinzu, dass daran «auch die russische Seite kein Interesse haben» könne.
  • Der Konflikt ist nach Ansicht des UNO-Diplomaten nur politisch dauerhaft beizulegen.

21 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Dramatische Szenen nach der Befreiung von Hanano in Ost-Aleppo. Ein syrischer Soldat sieht seine Eltern und Geschwister zum ersten Mal seit viereinhalb Jahren wieder. 2012 sind radikale Islamisten, darunter viele ausländische Kämpfer, in die Stadt eingefallen und haben laut Amnesty International ein Terrorregime errichtet. Über 600 befreite Zivilisten konnten heute von der SAA in Sicherheit gebracht werden. Die westliche Presse wird sich sich bald einige Fragen gefallen lassen müssen....
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Man fragt sich, was sich gerade in den Köpfen der Fanatiker des Deash (IS) abspielt. Fast alle hochrangigen Chefs sind dahingerafft, grosse Gebiete verloren gegangen und die "Islamfeinde" rücken immer näher und näher. Da müsste doch selbst dem dümmsten Daesh-Spinner klar werden, das da etwas sehr falsch läuft mit dem sogenannten "heiligen Krieg". Da kann man noch so viele Zivilisten ermorden oder als "Schutzschilde" verwenden, das Ende kommt näher.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Hunderte Personen konnten nach der Befreiung von 75% des Stadtteils Hanano von der syrischen Armee der Schreckensherrschaft radikaler Islamisten entrissen werden. Sie berichten, dass die Kinder von den "Rebellen" ihrer Schulbildung und der lebensnotwendigen Grundversorgung beraubt wurden. Staffan da Mistura drängt dazu die Menschen in dieser schrecklichen Situation zu belassen. Der Teufel muss ihn da geritten haben. Reuters: Amnesty - Syrische Rebellen wohl für Kriegsverbrechen verantwortlich.
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