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Zweiter Wahlgang in Nordmazedonien
Aus Tagesschau vom 05.05.2019.
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Unsicherheit Wahlbeteiligung Stichwahl um die Präsidentschaft in Nordmazedonien

  • In Nordmazedonien hat am Sonntag die zweite Runde der Präsidentenwahl begonnen. Rund 1.8 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
  • Der Kandidat der regierenden Sozialdemokraten, Stevo Pendarovski, hatte vor zwei Wochen einen hauchdünnen Vorsprung errungen.
  • Seine Gegnerin ist die parteilose Politikerin Gordana Siljanovska-Davkova, die von der nationalistischen Opposition unterstützt wird.
  • Mit den Ergebnissen vom zweiten Durchgang wird am späten Sonntagabend gerechnet.

Entscheidend wird sein, ob die per Gesetz vorgeschriebene Wahlbeteiligung von 40 Prozent erreicht wird. Sonst muss der Urnengang von Anfang an wiederholt werden. Vor zwei Wochen hatte die Wahlbeteiligung 42 Prozent betragen.

Ein rein repräsentatives Staatsamt

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Ein rein repräsentatives Staatsamt
Legende: Der bisherige Präsident Djordje Ivanov durfte nach zwei Amtsperioden nicht erneut antreten. Sein Mandat endet am 12. Mai.

Das höchste Staatsamt hat in dem kleinen Balkanland praktisch nur repräsentativen Charakter. Der bisherige Präsident, der mit der nationalistischen Opposition verbundene Djordje Ivanov, durfte nach zwei Amtsperioden nicht erneut antreten. Sein Mandat endet am 12. Mai.

Sollte bis dahin kein Nachfolger gewählt sein, übernimmt Parlamentspräsident Talat Xhaferi vorübergehend seine Befugnisse. Er gehört der Albaner-Partei DUI an, die mit den Sozialdemokraten regiert.

Ein gespaltenes Land

Das kleine Balkanland hatte sich im Februar von Mazedonien in Nordmazedonien umbenannt. Damit wurde ein Streit mit Griechenland beigelegt: Athen hatte seit der Unabhängigkeit Mazedoniens vor 27 Jahren darauf bestanden, dass der nördliche Nachbar seinen Namen ändert, weil eine Region im Norden Griechenlands genauso heisst.

Doch der beigelegte Namensstreit hat den Riss im gespaltenen Land weiter vertieft. Die prowestlichen Sozialdemokraten wollen eine Annäherung an die EU und die Nato. Die nationalistische Opposition will ein starkes Nationalgefühl durch die Identifizierung mit der Vergangenheit des berühmten Mazedoniers Alexander des Grossen.

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Legende: SRF

Als EU- und Nato-Mitglied hatte Griechenland mit seinem Veto jede Annäherung Mazedoniens an die westlichen Bündnisse blockiert. Inzwischen ist der Beitritt Nordmazedoniens zur Nato eingeleitet worden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Nordmazedonien ist ein künstlicher Staat ohne Perspektive. Vergleichbar mit Kosovo, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Kroatien. Künstliche Staaten die geschaffen wurden um dem US-Imperium zu dienen.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Dies greift zu kurz: Die besagten Staaten waren Teilrepubliken der Föderativen Republik Jugoslawien und Kosovo war eine autonomes Gebiet innerhalb Serbiens. Das Auseinanderfallen Jugoslawiens wurde von den Nationalisten Milosevic, Tudjman und Izetbegovic beschleunigt.
  • Kommentar von Stanic Drago  (Putinversteher)
    Es ist ein unnötige Wahl. jeder in Mazedonien weiss, dass einzige in Land was etwas zu sagen hat ist US Botschafter in Skopje. So wird noch dieses Jahr Mazedonien in NATO aufgenommen trotz, dass Bewölkerung bei Referendum dagegen war. Auch Name würde gegen Wille Bewölkerung durchgeboxt. Aber so etwas interessiert keinen.
    1. Antwort von Hans Schaffner  (Housi)
      Herr Drago,
      Ist das denn alles schlecht für Nordmazedonien????
    2. Antwort von Stanic Drago  (Putinversteher)
      Hans Schaffner ethnische Spannungen in Mazedonien sind nicht gelöst sonder unter Teppich gewischt. Das wird sich in paar Jahre rechen. Heutige Politik von Zaev wird unausweichlich zu Zerfall von Mazedonien führen.
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Die Ethnischen Spannungen werden von den Rechtsnationalen bewirtschaftet anstatt gelöst. Dabei gäbe es jede Menge Probleme zu lösen in dem armen Land.