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Unter den Finalisten für Amt OECD-Generalsekretär: Philipp Hildebrand zieht Kandidatur zurück

  • Der ehemalige Nationalbank-Präsident zieht seine Kandidatur für das Amt des Generalsekretärs der OECD zurück.
  • Dies teilte er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.
  • Als Grund nannte er die fehlende breite Unterstützung der OECD-Mitglieder.

In diesen kritischen Zeiten für die Weltwirtschaft sei es essenziell, dass der neue Chef der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) die breite Unterstützung aller OECD-Mitgliedsländer geniesse. Er bedauere, dass es ihm nicht gelungen sei, den nötigen Support zu erlangen, den der künftige Generalsekretär brauchen werde, um ein starker und wirkungsvoller Leader zu sein.

Hildebrand galt zuvor als aussichtsreicher Kandidat für den internationalen Spitzenposten: Er schaffte es bis unter die letzten vier. Ursprünglich waren es zehn Kandidatinnen und Kandidaten.

Rund 150 bilaterale Gespräche geführt

Seit dem Start seiner Kampagne am 1. November hatte Hildebrand laut einer früheren Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit 24 Ministern und 27 Vizeministern oder Staatssekretären von OECD-Ländern insgesamt rund 150 bilaterale Gespräche geführt.

Hildebrands Programm bei der Kandidatur um das OECD-Amt beruhte auf drei Säulen: Übergang zu einer Wirtschaft ohne Kohlenstoffemissionen bis 2050, Bekämpfung der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten und die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Nach dem Ausscheiden des ehemaligen Nationalbankpräsidenten verbleiben im Rennen die frühere schwedische EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, der australische Finanzminister Matthias Cormann und die Griechin Anna Diamantopoulou. Die Resultate der nächsten Selektionsrunde werden Anfang März bekannt gegeben. Der Ernennungsprozess wird im März abgeschlossen sein, Amtsantritt ist der 1. Juni 2021.

Video
Aus dem Archiv: Im Oktober gab Hildebrand Kandidatur bekannt
Aus Tagesschau vom 28.10.2020.
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SRF 4 News, 25.2.2021, 20 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Dann sind auch Hildebrands Gratisflüge für das Lobbying mit dem BR Jet endlich vorbei. Beim Vermögen seiner Frau hätte er die Flüge auch selber bezahlen können oder sich von ihr finanzieren lassen und nicht vom Steuerzahler.
  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Ja, jeder trägt einen Rucksack. Und Hildebrand hat ein paar gröbere schwarze „Tölgä“ auf seiner weissen Weste. Mal sehen ob sie einen besseren finden! Würde mich wundern. Befangenheit/Neutralität läuft leider antizyklisch zur Kompetenz.
    1. Antwort von René Burkhard  (NeuYork)
      Genau, BlackRock ist sogar ein grosser Schwarzer Klotz, nicht nur ein kleiner Fleck auf weisser Weste. Mit der Bekämpfung wirtschaftlicher sowie sozialer Ungleichheiten kann Herr Hildebrand wahrlich nicht Punkten.
  • Kommentar von Florian-Leo Schnürlimann  (Florian-Leo Schnürlimann)
    Die spannendste Info fehlt: Warum fehlte es ihm an Unterstützung?
    1. Antwort von Gerbrand Ronsmans  (GRo)
      Obwohl die Person im Vordergrund steht spielt das Land ein genauso grosse Rolle. Die Internationale Länder sind vermehrt die Meinung dass der Schweiz überproportional Vorteil aus ihre Situation zieht (EURO-käufe, Bilateralweg, Sehr Zurückhalten bei Flüchtlingen,...). Die Internationale Gemeinschaft wollt diese Einseitige Vorteilsnahme nicht länger unterstützen.
    2. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Offensichtlich sind die anderen nicht so blauäugig und haben sich informiert.