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Legende: Audio Der Regenwald ist bedroht – vom brasilianischen Präsidenten abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
02:01 min, aus SRF 4 News aktuell vom 25.04.2019.
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Ureinwohner wehren sich Indigene fordern Schutz ihres Lebensraums

Brasiliens Ureinwohner fürchten um ihren Lebensraum. Sie wehren sich gegen die weitere Abholzung des Regenwalds.

«Wir leisten Widerstand auf der für uns heiligen Erde», singen die Guaraní-Indigenen aus Brasilien. Gemeinsam mit anderen Indigenen haben sie im Regierungsviertel der Hauptstadt Brasilia ein Camp errichtet. Die Organisatoren erwarten bis zu 4000 Teilnehmer. Viele von ihnen waren mehrere Tage unterwegs, um in die Hauptstadt zu gelangen.

Legende: Video Indigene protestieren in Brasilia abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.04.2019.

Nun werden sie drei Tage ausharren und gegen die Politik des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro protestieren. Es ist der erste grosse Protest gegen seine Regierung, seit er im Januar 2019 sein Amt angetreten hat. Bolsonaro will den Schutz des Amazonasgebietes reduzieren und den Regenwald stärker wirtschaftlich nutzen.

Er hat auch bereits Fakten geschaffen. Er entzog dem Amt für indigene Angelegenheiten (Funai) die Verantwortung für die Schutzgebiete der Ureinwohner und übertrug sie auf das Landwirtschaftsministerium.

Grosse Angst, den Lebensraum zu verlieren

In Brasilien leben rund 800'000 Ureinwohner, zumeist in abgelegenen Gebieten. Sie befürchten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Regenwald und damit ihre Heimat zerstört sein wird.

Luftbild mit Indigenen, die in einem Urwald leben. Zu sehen sind einfache Hütten und Menschen.
Legende: Indigene leben von der Aussenwelt teilweise noch völlig abgeschnitten. Keystone

Allein im Jahr 2018 sind in Brasilien 1.3 Millionen Hektar Regenwald verloren gegangen, soviel wie sonst nirgends weltweit. Das zeigt der jüngste Bericht des Projekts «Global Forest Watch». Ein Teil des Waldes sei abgebrannt, der grössere Teil aber sei abgeholzt worden, um Weidefläche zu schaffen, schreiben die Forscher.

Ihre Daten stammen von der amerikanischen Universität Maryland und wurden durch die Auswertung von Satellitenbildern zusammengetragen. Weltweit wurden im letzten Jahr zwölf Millionen Hektar Tropenwald vernichtet.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Untersuchungen zeigen, wie die globalen Märkte die schlimmsten Akteure der brasilianischen Landwirtschaft stützen.Sie unterstützen brasilianische Firmen,die für die zunehmende Abholzung und den Anstieg von Menschenrechtsverletzungen gegen die indigenen Gemeinschaften und die Landbevölkerung verantwortlich sind.Der Amazonas-Regenwald schrumpft stark weiter. Banken,Konzerne und Importeure von Brasilianischen Produkten sollen Stärke zeigen, dass Umwelt, Klima wichtiger sind als Profit. Zeigt Herz!
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    600 Forscher mahnen EU und Schweizer Banken: Mehr Druck auf Brasilien beim Umweltschutz. Europa muss seine Kaufkraft in die Waagschale werfen. Keine Geschäfte um jeden Preis: Wissenschaftler und Ureinwohner haben die EU dazu aufgerufen, bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Brasilien auf den Schutz der Umwelt und die Einhaltung der Menschenrechte zu bestehen.Durch den Import landwirtschaftlicher Produkte sei die EU mitverantwortlich für die grossflächige Abholzung in Brasilien.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Der Amazonas-Regenwald ist der größte CO2-Speicher der Erde, ca. 100 Milliarden Tonnen Kohlenstoff kann er speichern das entspricht in etwa so viel CO2 wie die Menschen weltweit in 10 Jahren produzieren. Wälder, wie der Amazonas, saugen das Kohlendioxid aus der Atmosphäre und speichern es als Kohlenstoff in den Bäumen, so schützen sie unser Klima und kompensieren dadurch die menschlich erzeugten Treibhausgase. Wir Menschen sollten gegen Bolsonaro protestieren, der Regenwald muss gerettet werden
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