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Urteil des EuGH Genom-Editierung wird so streng reguliert wie Gentechnik

  • Der Europäische Gerichtshof (EuGH) blockiert in einem Grundsatzurteil den Weg für den breiten Einsatz eines umstrittenen Gentechnikverfahrens.
  • Neuere Gentechnikverfahren, die sogenannte Genom-Editierung, fallen laut Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs unter die geltenden EU-Regeln.
  • Es ist ein Urteil, auf das alle, die mit dem Thema etwas zu tun haben, gespannt gewartet haben – Bauern, Umweltschützer, Konsumentenvertreter und Forscher.

In der Folge müssten die auf diesem Wege bearbeiteten Pflanzen auch als «gentechnisch veränderte Organismen» (GVO) gekennzeichnet werden. Die EU macht in dem Bereich strenge Auflagen.

Legende: Video Was ist Genome Editing? abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus SRF News vom 24.07.2018.

Konkret dreht sich der Fall um die sogenannte Genscheren- oder Mutagenese-Technologie, mit der das Erbgut von Pflanzen schneller und gezielter verändert werden kann als bisher.

Der Bundesrat will auf Ende Jahr einen Grundsatzentscheid treffen, wie die Technik in der Schweiz geregelt werden soll.

Bauernverband hat geklagt

Französische Bauern-Verbände hatten in ihrer Klage argumentiert, dass mit dem technischen Fortschritt neue Mutagenese-Verfahren entwickelt wurden, mit denen gezielte Mutationen in Genen möglich seien und die schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben könnten. Sie müssten daher speziell überprüft und gekennzeichnet werden.

Die Luxemburger Richter folgten dieser Argumentation nun weitgehend. Mit den neuen Mutageneseverfahren erzeugte Produkte wiesen grössere Risiken auf. Ziel der EU-Regelung sei es aber, grundsätzlich schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu verhindern.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Biologische Vielfalt in der Schweiz bedroht. Eine Vielzahl der Pflanzen- und Tierarten in der Schweiz ist vom Aussterben bedroht. Ursachen sind die zunehmende Überbauung und die extensive Landwirtschaft. Immer mehr Vogelarten in der Schweiz droht die Aufnahme auf die Rote Liste der bedrohten Arten. Eine überlebenswichtigen Herausforderungen unserer Zeit der Schutz der Bioversität. Handeln bevor es zu spät ist. Genmanipulierte Nahrungsmittel tragen nicht dazu bei. Umweltschutz unsere Priorität.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Nur um alles in der Welt keine " URSACHEN-VERURSACHER-Behebung-Verbesserung" in der Welt des "homo sapien" und dessen Lebensexistenz, der Landwirtschaft angehen!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Egoistische, verantwortungslose Landwirtschafts-Politik, wird weltweit riskiert = reine "Übelbekämpfung"! So viel Dummheit gibts bei keinem Lebewesen auf der Welt, ausser bei "homo sapien" zu beobachten! Der "homo sapien" vergiftet - verstrahlt- zerstört sich und alle andern Lebewesen mit!!
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