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US-Aussenminister in Nordkorea Pompeo weist «Gangster»-Vorwurf zurück

Legende: Video Nordkorea von USA enttäuscht abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.07.2018.
  • Nordkorea hat nach Gesprächen mit US-Aussenminister Mike Pompeo die Hoffnungen auf ein baldiges Abkommen über sein Atomprogramm gedämpft.
  • Pjöngjang warf den USA vor, einseitig Druck auf Nordkorea auszuüben, um das Land zur atomaren Abrüstung zu zwingen.
  • Das Aussenministerium hatte der US-Verhandlungsseite eine «gangstermässige Denkweise» unterstellt.
  • Pompeo weist die scharfe Reaktion Nordkoreas zurück und sagt: «Falls solche Forderungen gangsterartig sind, dann ist die Welt ein Gangster».
Pompeo und Kim Yong-chol
Legende: Die Gespräche zwischen US-Aussenminister Pompeo und Nordkorea werden von den beiden Seiten unterschiedlich gewertet. Keystone

«Ich weiss, was sich genau abspielte», sagte Pompeo zudem nach seiner Rückkehr aus Nordkorea in Tokio. «Als wir über den Umfang der Denuklearisierung sprachen, gab es keinen Widerspruch.»

Unterschiedliche Auffassungen

Der «entschlossene und feste» Vorsatz Nordkoreas, das Atomprogramm aufzugeben, könne durch die neusten Entwicklungen in Gefahr geraten, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA einen Sprecher des Aussenministeriums. Eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel sei am schnellsten durch ein schrittweises Vorgehen zu erreichen, bei dem beide Seiten zur gleichen Zeit vereinbarte Massnahmen umsetzten.

Pompeo hatte nach Abschluss seiner zweitägigen Gespräche in Pjöngjang von Fortschritten «in fast allen zentralen Fragen» gesprochen, wenn auch «an einigen Punkten noch gearbeitet werden müsse». Nordkorea meine es mit seinen Zusagen einer vollständigen Denuklearisierung ernst, sagte er. Auch sei es darum gegangen, die nuklearen Anlagen Nordkoreas zu erfassen. Arbeitsgruppen sollten nun Details etwa zur Überprüfung der Schritte zur Denuklearisierung ausarbeiten.

Pompeo hatte in Pjöngjang insgesamt mehr als acht Stunden mit Kim Yong-chol, einem der engsten Mitarbeiter von Machthaber Kim Jong-un, beraten.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Wallnoefer (wallnoea)
    Dumb-Trump hat nichts erreicht ! Ein echtes Ergebnis braucht er gar nicht zu erarbeiten Es ging nur um die Medienpräsenz und um in Reality TV Manier einen „Erfolg“ an seine Dumb-Wählerschaft zu verkaufen. Diese hören sowieso nicht über den zweiten Satz in Fox News hinaus zu und betrachten alles andere als „Fake“- News. Trump hat es geschafft kritischen Journalismus mit dem Wort „Fake“ zu assozieren. Gleichermassen scheint die Assoziation „Dump“ ein logisches Annex zu Trump und seinen Aktionen.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Trump hat Kim als klugen Mann gelobt - und weiss nun wen er vor sich hat, Kim führt die USA solange an der Nase rum, bis die USA vorrangig liefern, dann nach einem sichern Wohlstandszustand, wird er kleine Schritte zur Abrüstung vornehmen - in der Hinterhand eine sichere Abwehr bei einem eventuellen USA -Angriff. Wer den USA vertraut, muss vom Affen gebissen sein. Die USA hat in Asien das Spiel schon längst verloren.
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Kaiser: Herr Trump und Herr Kim zeigten deutlich dass Beide gefährliche Egomanen sind, beide lernten es nicht anderen Entgegenzukommen. Ausser heisser Luft kam bisher nichts. Die USA ist kein vertraulicher Partner mehr, aber erst seit Herrn Trumps Präsidentschaft. Das Spiel wie sie es nennen hat die USA nicht verloren aber sie wird es wenn sie weiterhin so agiert.
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  • Kommentar von Steve Rasmussen (rast)
    Wenn Ich die Kommentare so lese, bin Ich schon froh hat Trump das Sagen. Eine geniale Strategie, wir sollen von Nordkorea nicht die Abrüstung verlangen, solange wir es selbst nicht tun? Wer will denn nukleare Anschläge auf Zivilbevölkerungen als Druckmittel verwenden, die USA oder NK? Und wieso sollten sich die USA überhaupt bemühen, anders zu verhandeln als mit Androhung nuklearer Gewalt, wie passt das in das Weltbild der Kommentarschreiber hier?
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Rasmussen: Ich bin kein Freund von Nordkorea. Nordkorea drohte bisher aber nur und wird auch kaum eine Atombombe gegen ein anderes Land einsetzen. Die USA hingegen als angeblich fortschrittliches Land setzte gegen Japan eine Atombombe ein obwohl es zweifellos weniger verehrende Lösungen gegeben hätte. Wie kann so ein Land von Nordkorea verlangen auf Atombomben zu verzichten?
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    2. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Und nochmals. Welches Land hat die meisten Toten und das meiste Elend auf diesem Planeten zu verantworten? Die USA!!
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