US-Geheimdienst stehen weitere Enthüllungen bevor

In der US-Geheimdienstaffäre zeichnen sich neue Enthüllungen ab. Bis zu 10'000 «streng geheime Dokumente» wertet ein Vertrauter von Whistleblower Edward Snowden derzeit aus. Der Journalist spricht bereits von bislang noch unbekannten Spähprogrammen.

Eine Frau hält ein Snowden-Bild vor ihr Gesicht Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Pro-Snowden-Demo in Berlin: Die vom US-Whistleblower in Gang gesetzte Spähaffäre zieht weitere Kreise. Reuters

Seit etwa sieben Wochen sei er im Besitz der geheimen Unterlagen, die er von Snowden bekommen habe, erklärte der Reporter Glenn Greenwald in der ARD.

Noch sei er dabei, die Dokumente zu sichten. Einige seien «sehr, sehr kompliziert». Er könne nach der bisherigen Auswertung bereits sagen, dass es eine «extreme Zusammenarbeit» zwischen dem US-Geheimdienst NSA und Privatunternehmen wie Facebook, Google und Skype gebe, sagte der Journalist und Blogger.

Weitere Spähprogramme

Es gebe den Unterlagen zufolge keine Kommunikation, ohne dass die Amerikaner dies wüssten, so Greenwald weiter. Und es gebe noch viele bislang unbekannte Spähprogramme der USA.

Globaler Snowden-Effekt

4:11 min, aus 10vor10 vom 15.7.2013

Nach eigenen Angaben hält der Journalist per verschlüsselten Online-Chatsystemen regelmässig Kontakt mit Snowden. Greenwald will in einem Buch weitere Informationen zur Ausspähpraxis der USA veröffentlichen.