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US-Wahlen USA: Tausende protestieren gegen Wahlsieg von Trump

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump sind in den USA Tausende auf die Strasse gegangen. In Städten wie New York, Chicago oder Seattle protestierten Menschen vor allem gegen Trumps Äusserungen gegen Einwanderer während des Wahlkampfs.

Anti-Trump-Protest in New York

In zahlreichen US-Städten ist es nach dem Sieg von Donald Trump bei der Präsidentenwahl zu Protestversammlungen gekommen. Tausende gingen gestern Abend (Ortszeit) auf die Strasse, um vor allem gegen Trumps Wahlkampfäusserungen gegen Einwanderer und Muslime Front zu machen. Viele skandierten «Not my President» («Nicht mein Präsident»).

In New York, Chicago, Seattle und in Kalifornien machten viele Bürger ihrem Unmut über den umstrittenen Republikaner Luft. Nach Angaben des Senders CNN wurden aus sieben Städten Proteste gemeldet.

In New York mischte sich der Dokumentarfilmer Michael Moore («Trumpland») unter die Demonstranten.Viele Demonstranten versammelten sich auch vor dem Trump-Tower in der Stadt. Vor dem Gebäude standen sandgefüllte Sattelschlepper zum Schutz. Laut SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen skandierte die Menge «New York hates you» («New York hasst Dich»).

Die Proteste verliefen weitgehend friedlich, allerdings tauchten immer wieder Trump-Befürworter in der Menge auf und lieferten sich Schrei-Duelle mit Trump-Gegnern.

Schüler und Lehrer protestieren

Im nordkalifornischen Berkeley liessen mehr als 2000 Schüler gestern Vormittag den Unterricht ausfallen. Stattdessen zogen sie mit Plakaten und lauten Rufen, begleitet von ihren Lehrern, durch die Universitätsstadt. Einige schwenkten die mexikanische Fahne und wetterten auf Spanisch gegen Trump.

Schon in der Wahlnacht war es in einigen US-Städten zu Kundgebungen gekommen. US-Medien wie «USA Today» zeigten Bilder unter anderem aus dem kalifornischen Oakland und aus Portland in Oregon. Dort blockierten Demonstranten Strassen. In einigen Fällen wurde Abfall angezündet, auch US-Flaggen wurden verbrannt.

Demonstrationen an der Westküste

Die meisten Proteste gab es in der Wahlnacht an der Westküste der USA, wo die Demokratin Hillary Clinton besonders viele Anhänger hat. Unter anderem in den kalifornischen Grossstädten San Francisco und Los Angeles sowie in Seattle im Nordweststaat Washington gab es wütende Kundgebungen gegen den künftigen Präsidenten, aber auch in Pittsburgh im Ostküstenstaat Pennsylvania.

In Los Angeles wird eine Pappmasché-Figur von Donald Trump angezündet:

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70 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Zu diesem Thema werde ich offensichtlich total aus dem Forum ausgeschlossen! Darum meinen 7. (!) Versuch: Demokratisch erfolgte Wahlen mit solchen chaotischen Gewaltausbrüchen auf der Strasse zu missachten, ist nie ein Zeichen von demokratischer Gesinnung und vorallem sicher keine Alternative, einen "unbeliebten", gewählten Kandidaten zu hassen oder doch noch zu verhindern! Auch aus der Schweiz die US-Wähler(innen) als "ungebildet" und "dumm" zu verurteilen, ist eine arrogante "Frechheit"!
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    In Oakland haben Trump-Gegner Geschäfte verwüstet und geplündert. Der Bürgermeister schreibt: Die Polizei kann Bürger nicht vor Trump-Gegnern schützen...
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die Arroganz, Unsachlichkeit und Undifferenziertheit der amerikanischen, aber auch der westeuropäischen Medien, fiel schon während der Wahlkampagne unangenehm auf. Nun überschlagen sich die Stimmen geradezu. Der kalkuliert vulgäre Stil von Donald Trump verleitete sie, sich auf sein Niveau zu begeben und ihn am Ende deswegen zu verspotten. Journalisten waren im Grunde die wichtigste Waffe Donald Trumps. Indem sie nach seinen Regeln gespielt haben, haben auch sie ihn zum Präsidenten gemacht.
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