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USA und Philippinen Grosse Militärübung im Südchinesischen Meer gestartet

  • Die Philippinen und die USA haben eine grosse gemeinsame Militärübung gestartet.
  • Soldaten aus sieben Ländern trainieren im Südchinesischen Meer.
  • Die Übungen finden in strategisch sensiblen Regionen nahe Taiwan und in umstrittenen Seegebieten statt.

An den 19-tägigen Übungen «Balikatan» beteiligen sich mehr als 17'000 Soldaten, die zu Land, zu Wasser und in der Luft trainieren. Geplant sind unter anderem scharfe Schiessübungen, ein simulierter Angriff auf See sowie koordinierte Luftmanöver.

Menschen in Militäruniform salutieren.
Legende: An den Übungen nehmen Streitkräfte unter anderem aus Japan, Kanada, Australien, Neuseeland und Frankreich teil. Reuters/Noel Celis

Erstmals ist Japan aktiv dabei: In der Vergangenheit war die Beteiligung auf humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz beschränkt. Nun sollen japanische Einheiten unter anderem bei einer simulierten maritimen Angriffsübung eine ausgemusterte Schiffseinheit mit Raketen beschiessen, wie ein Sprecher des philippinischen Militärs sagte.

Die USA bezeichneten das Manöver als «eindrucksvollen Beweis» für ihr Bündnis mit den Philippinen. Ein US-General erklärte, die Übungen – die bereits seit 1991 stattfinden – dienten dazu, «unter Einsatz modernster Systeme» gemeinsame Fähigkeiten zu stärken und die Einsatzbereitschaft zu erhöhen.

Übung in umstrittenen Gewässern

Die Manöver finden in verschiedenen Provinzen der nördlichen Insel Luzon statt, die teilweise nahe Taiwan und teilweise in der Nähe umstrittener Gebiete im Südchinesischen Meer liegen.

China betrachtet das unabhängig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Auch kommt es regelmässig zu Zwischenfällen im Südchinesischen Meer. Peking beansprucht die rohstoffreiche Region grösstenteils für sich und widerspricht damit dem Urteil eines Schiedsgerichts in der Sache.

China erklärte, was der Asien-Pazifik-Raum am wenigsten brauche, sei die Einmischung äusserer Kräfte, die Spaltung und Konfrontation verursachten. Militärische Sicherheitskooperationen dürften Frieden und Stabilität in der Region nicht stören oder die Interessen Dritter verletzen, sagte Aussenamtssprecher Guo Jiakun. «Wir möchten die betroffenen Staaten daran erinnern, dass eine blinde, gegenseitige Verflechtung in Sicherheitsfragen nur dazu führt, sich die Finger zu verbrennen [...].», sagte er.

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SRF 4 News, 20.4.2026, 8 Uhr ; 

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