Einfamilienhaus-Kaufverbot für grosse Unternehmen: US-Präsident Donald Trump hat auf seinem eigenen Social-Media-Kanal verfügt, dass institutionelle Anleger keine Einfamilienhäuschen mehr kaufen dürfen. «Der ehemalige Immobilienmogul Donald Trump entdeckt sein Herz für die amerikanischen Mieter», sagt Jens Korte, der Börsenkorrespondent für SRF an der Wall Street, dazu. Es gehe dabei um die grossen Private-Equity-Konzerne, die Einfamilienhäuser kauften, um sie weiterzuvermieten. Das sei ein grosses Geschäft.
«Etwas Wahlkampf»: Allerdings sieht Jens Korte diesen Post auf Truth Social eher als Wahlkampfstrategie denn als wirklichen Schritt zur Senkung der Immobilienpreise. «Falls Trump tatsächlich unterbinden könnte, dass Private-Equity-Gesellschaften Einfamilienhäuser kaufen, würde das nicht viel an den Immobilienpreisen ändern. Denn dies betrifft nur etwa 2 bis 3 Prozent des Marktes», so Korte. Bei Mehrfamilienhäusern wäre es etwas anderes, da hätte es eine grössere Wirkung. Trump habe diese Verfügung im Hinblick auf die Midterm-Wahlen, die im November in den USA stattfinden, erlassen, sagt der Experte.
Aufforderung an Hypothekenunternehmen unter staatlicher Aufsicht: Der US-Präsident schrieb zudem in den sozialen Medien, dass er die Bundesregierung anweise, Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Trump sagte, dass die beiden unter staatlicher Aufsicht stehenden Hypothekenunternehmen Fannie Mae und Freddie Mac 200 Milliarden US-Dollar in bar besitzen, die für den Kauf verwendet werden sollen. Auch damit will der US-Präsident die Immobilienpreise senken.
Erhöhung des US-Verteidigungsetats: US-Präsident Trump hat ausserdem noch angekündigt, dass sich die grossen Rüstungskonzerne in den USA keine Dividenden auszahlen und keine Aktienrückkäufe vornehmen dürfen. Sie sollen das Geld investieren, in neue Waffen und in die Waffenproduktion. Kurzfristig sanken deshalb die Börsenkurse dieser Unternehmen. Auf Truth Social gab er nach Börsenschluss bekannt, dass er die Ausgaben für die Verteidigung der USA um 50 Prozent erhöhen wolle, auf 1500 Milliarden Dollar. Ob es wirklich so komme, wisse man nicht, sagt Korte. Aber: «Die Reaktion an der Börse ist offensichtlich, die Aktien von Rüstungsgüterkonzernen sind um über sieben Prozent angestiegen.»