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Übernahme von Twitter 2022 Jury macht Elon Musk für Betrug an Twitter-Aktionären haftbar

  • Tech-Milliardär Elon Musk ist haftbar wegen Betrugs – im Zusammenhang mit der Übernahme des Kurznachrichtendiensts Twitter, dem heutigen X.
  • Das hat eine Geschworenenjury im US-Bundesstaat Kalifornien entschieden.
  • Musk muss den geschädigten Aktionärinnen und Aktionären wohl Schadenersatz zahlen – wie viel, ist noch unklar.

Musk wurde in dem Zivilprozess vorgeworfen, den Aktienkurs des Unternehmens im Jahr 2022 gedrückt zu haben, um den Kaufpreis neu zu verhandeln oder von dem Geschäft zurückzutreten. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Musk in zwei irreführenden Äusserungen falsche Angaben über die Zahl von gefälschten Konten und Spam-Profilen auf der Plattform gemacht hatte.

Die Jury sprach den Aktionärinnen und Aktionären Schadenersatz zu. Die Höhe muss noch berechnet werden. Ein Anwalt der Aktionäre schätzte die Summe jedoch auf etwa 2.5 Milliarden Dollar. Der Status als reichster Mann der Welt sei kein Freifahrtschein, erklärte Klägeranwalt Francis Bottini. Wer mit seinen Kurznachrichten Märkte bewegen könne, sei auch für den Schaden verantwortlich, der Anlegern zugefügt werde.

Musks Anwälte bezeichneten das Urteil in einer gemeinsamen Erklärung als Rückschlag und zeigten sich zuversichtlich, in der Berufung Recht zu bekommen.

Hin und Her im Twitter-Kauf

Elon Musk hatte im April 2022 die Übernahme von Twitter für 44 Milliarden Dollar vereinbart – wenig später jedoch behauptete er, dass der Kurznachrichtendienst viel mehr automatisierte Bot-Accounts habe als offiziell angegeben, und drohte mit einem Rückzieher. Der Kauf erfolgte dann doch Ende Oktober 2022 – später benannte Musk Twitter in X um.

SRF 4 News, 21.03.2026, 02:00 Uhr ; 

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