Die USA scheinen sich für die Zeit nach dem möglichen Sturz des Regimes ganz auf das iranische Volk verlassen zu wollen, zu diesem Schluss muss man auch nach Trumps zweiter Videobotschaft kommen. An die Iraner gewandt, sagt er: «Der Rest ist eure Sache, aber wir werden da sein, um zu helfen.»
Es sei nicht die Aufgabe der USA, für die Zeit nach dem Regimesturz zu sorgen, sagte auch US-Senator Lindsey Graham. Der Trump-Verbündete war einer der Republikaner, die Trump am Samstag in den Medien verteidigten. Trumps Angriffe seien legal und erfolgreich, sagte Graham zu NBC News: «Der grösste staatliche Unterstützer von Terrorismus, das Mutterschiff des Terrorismus ist am Sinken, der Kapitän ist tot. Viele gute Dinge werden folgen.»
Die Trump-Regierung gehe planlos vor, erklärte hingegen Senator Chris Murphy, Demokrat und Trump-Kritiker zu CBS News: «Amerikaner werden sterben, im Iran bleiben am Ende Hardliner an der Macht, wir werden das iranische Atomprogramm nicht los. Das ist für die USA ein moralisches und strategisches Desaster.»
Präsident George W. Bush hatte – anders als Trump – für die Kriege in Afghanistan und Irak jeweils die Ermächtigung des Kongresses eingeholt.
Verschiedene Parlamentarier wollen nun über eine Resolution abstimmen lassen, die Trump zurückbinden würde. Selbst wenn sie durchkommen würde, wäre sie nur symbolisch, da Trump ein Veto einlegen könnte. Aber die Parlamentarier – Republikaner und Demokraten – wären gezwungen, Stellung zu beziehen.