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Venezuela akzeptiert UNO-Hilfe Maduros Schachzug ist ein Tropfen auf den heissen Stein

Nun doch: Die venezolanische Regierung gibt zu, dass ihre Bevölkerung leidet. Dabei geht es vor allem um Hilfsgelder.

Legende: Audio Venezuelas Regierung anerkennt humanitären Notstand abspielen. Laufzeit 03:40 Minuten.
03:40 min, aus Rendez-vous vom 27.11.2018.

Worum geht es? Venezuelas Regierung hat nach langer Verweigerung der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte eine Einreiseerlaubnis erteilt. Zudem anerkennt die Regierung den humanitären Notstand im Land. «Aus der UNO-Praxis kann man ableiten, dass es ein indirektes Eingeständnis der Regierung gibt», sagt SRF-Lateinamerika-Korrespondent Ulrich Achermann. Die UNO spreche nämlich nur dann Hilfsgelder, wenn das betroffene Land zustimmt. Dies könne implizit oder formell geschehen.

Was ist der Hintergrund? Seit mindestens fünf Jahren leidet das ehemals durch Erdölverkäufe reiche Land unter einer wirtschaftlichen Krise. Massen von Menschen verlassen das Land. Es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten.

Wieso hat die venezolanische Regierung ihre Meinung geändert? «Das hat mit der Innenpolitik zu tun», sagt Achermann. Im Mai 2018 hat sich Präsident Nicolas Maduro bei sehr umstrittenen und international nicht anerkannten Wahlen wiederwählen lassen. Im Dezember wird nun die Vereidigung stattfinden. «Die Umstände der Wahl, die von der Opposition boykottiert wurde, kämen bei der erneuten Amtseinführung wieder hoch. Maduro will präventiv Druck wegnehmen», sagt Achermann.

Wie hilft die UNO? Die Vereinigten Nationen haben nun 9,2 Millionen Dollar für Lebensmittel und Medizin und andere Hilfsgüter, die dringend gebraucht werden, freigegeben.

Was sind die Ziele der Hilfe? Für ihren Einsatz in Venezuela hat die UNO ein Szenario mit drei Punkten entworfen. Sie unterstützt die Grenzregion zu Kolumbien und vielleicht auch zu Brasilien. «Dort sammeln sich die Flüchtlinge», so Achermann. Zweitens will sich die UNO der Frauen und Kleinkinder annehmen. Sie haben zu wenig Nahrung. Drittens will die UNO das öffentliche Gesundheitssystem verbessern. «Das öffentliche Gesundheitssystem ist mehr oder weniger zusammengeklappt. Die UNO will mit Impfstoffen, Antibiotika und weiteren Medikamenten helfen.»

Was bringt das der Bevölkerung? «Der Betrag von umgerechnet rund zehn Millionen Franken ist eher ein Tropfen auf den heissen Stein», sagt Korrespondent Achermann. Aber es sei ein Anfang. Man könne damit genau dort ansetzen, wo es am dringendsten sei, im Gesundheitswesen. «Die Kindersterblichkeit ist in den letzten Jahren aufgrund von Unterernährung dramatisch angestiegen, und das Personal im Gesundheitswesen arbeitet fast umsonst. Es ist vorgesehen, dass man auch die Ärzte und das Pflegepersonal finanziell unterstützt.»

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Theres Schmid (Theres Schmid)
    Einmal mehr ist linke Politik gescheitert. Wie oft noch...
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Schon wieder einen sehr wichtigen Punkt für TRUMP! Dank seiner harten Einwanderungspolitik an der Grenze zu Mexiko, musste die Welt endlich nach Mittelamerika schauen. Bis heute wurden die Mittelamerikaner ohne Bewilligung in die USA gelassen.Obama kannte dieses Problem sehr wohl, und hat aus angeblich humanitären Gründen nichts dagegen getan. Dass dies die USA Milliarden kostete, war ihm egal. Auf diese Weise lösen die "Linken" meistenorts die Probleme der Welt. Es geht aber nicht ohne Regeln!
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  • Kommentar von David Neuhaus (Um Neutralität bemüht)
    "Es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten" wieso fragt niemand nach dem Grund des Fehlens? Nach dem Grund der Wirtschaftskrise? Interessiert das nicht? Es hat doch sicher absolut nichts mit den US-Sanktionen zu tun oder?
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    1. Antwort von Oliver Schmid (O. Schmid)
      @Neuhaus: Maduro hat in den letzten Jahren alles verstaatlicht, Industrie und Landwirtschaft. Dort rottet nun alles vor sich hin, Fachkräfte sind ins Ausland abgewandert, wo sie wahrscheinlich noch überleben können mit ihrer Arbeit, im Gegensatz zu Venezuela, mit Hyperinflation. Die Krise war also lange vor den Sanktionen schon entstanden. Es gibt hunderte Beiträge dazu, man muss sie nur lesen.
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