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Verdacht auf Veruntreuung Neue Ermittlungen gegen Strache

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Österreich leitet Wiener Staatsanwaltschaft neue Ermittlungen ein.

Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen österreichischen Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen des Verdachts der Veruntreuung. Das teilte die Behörde am Donnerstag wenige Tage vor der Parlamentswahl mit.

Es gehe darum, dass Strache, seine frühere Büroleiterin und sein ehemaliger Leibwächter bei der Partei unzulässige Rechnungen eingereicht und dadurch das Parteivermögen geschädigt haben sollen.

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Aus dem Archiv: Erste Vorwürfe gegen Strache wegen Ibiza-Video.
Aus Tagesschau vom 17.05.2019.
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«Es sind Rechnungen und Scheinbelege eingereicht worden, die die Partei dazu bringen sollten, auch private Ausgaben zu bezahlen», sagte der Behördensprecher Thomas Vecsey. Die Schadenssumme übersteige die Grenze von 5000 Euro, weshalb der Strafrahmen bei bis zu drei Jahren Haft liege, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Strache streitet alle Vorwürfe ab. «Dies sind alles schäbige und konstruierte Lügen eines kriminellen Netzwerkes, welches jahrelang aktiv gegen meine Person tätig war», schrieb er bereits am Mittwoch auf Facebook.

FPÖ überprüft Rechnungen

Die FPÖ Wien hat angekündigt, alle Rechnungen seit 2013 genau zu überprüfen. Parteichef Norbert Hofer hatte angesichts der Spekulationen um ein Spesenkonto von Strache erklärt, dass die FPÖ alle Vorwürfe bis ins kleinste Detail untersuchen werde.

Die seit Tagen in diversen österreichischen Medien verbreiteten Vorwürfe überschatten für die FPÖ die Endphase des Wahlkampfs. Am Sonntag wählen die Österreicher ein neues Parlament.

Auslöser der vorzeitigen Wahl war das «Ibiza-Video», in dem Strache einer angeblichen russischen Oligarchen-Nichte Staatsaufträge im Gegenzug für Parteispenden in Aussicht zu stellen scheint. An der Affäre war die ÖVP-FPÖ-Koalition im Mai zerbrochen.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Ist doch schön, oder eher merkwürdig, wie pünktlich und so kurz vor den Wahlen solche "Enthüllungen" gemacht werden.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich ganz ungeniert :-)
  • Kommentar von Junior Cruz  (Junior Cruz)
    Dann war der Wodka-Trip auf Ibiza also auf Kosten der Partei, besser als auf Kosten des Staates :-)
  • Kommentar von Verena Eberhard  (Verena Eberhard)
    Wen interessiert in der Schweiz was Politiker, welche nicht den linken Medien entsprechen, wieder angehängt wird. Wir haben in der Schweiz linke Politiker, welche sich ihr schon überaus hohes Gehalt mit Mandanten aufbessern. Das wäre doch einmal eine Storie wert.
    1. Antwort von Junior Cruz  (Junior Cruz)
      Dazu wurde schon viele male berichtet! Und übrigens, ein Linker hat es genauer wissen wollen. Köppel ist nur darauf aufgestiegen und betreibt jetzt Wahlkampf damit! Ihnen wird nicht gefallen wer das genauer wissen wollte, Es war Wermuth! "Dass National- und Ständeräte allein durch Einsitzen bei Krankenkassen, Banken und Versicherungen jährlich 6,5 Millionen Franken kassieren, deckte kürzlich eine Studie im Auftrag von SP-Nationalrat Cedric Wermuth auf." So viel zur Glaubwürdigkeit, Sorry!
    2. Antwort von Sam Brenner  (Sam Brenner)
      Ja, aber dann bitte nur die linken Politiker durchleuchten, die rechten sind alle so integer und gewissentlich, die müssen keinesfalls durchleuchtet werden, die würden auch nie, nie irgendwas nicht Wahres erzählen. Ist das korrekt so?
    3. Antwort von Nicolas Dudle  (Nicolas Dudle)
      Ihr Kommentar entspricht den Ablenkungsmanövern, wie sie Machiavelli schon beschrieb und die Populisten heute regelmässig praktizieren. Und wenn schon die Vermischung und Verharmlosung wieder herhalten muss: Haben Sie wirklich das Gefühl, die Gehaltsaufbesserung durch Mandate habe etwas mit der Zugehörigkeit zum politischen Spektrum zu tun? - Ihr Post hat seine Wirkung zumindest bei den Zustimmenden erreicht: Am Ziel vorbeischiessen um vom Ziel abzulenken.
    4. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Frau Eberhard. Den Rechtsstaat interessiert das. Und genau das ist gut so !
    5. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Welche Mandanten meinen Sie?
    6. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Frau Eberhard: Was für ein „kunstvolles“ Feindbild haben Sie von den „Linken“ gemalt. Können Sie überdies beweisen, dass rechtsgerichtete Politiker weniger Mandate oder (Mandanten) haben als Linke? ...