Zum Inhalt springen
Inhalt

Verhandlungen zum Brexit Durchhalteparolen vor dem EU-Gipfel

Am Mittwoch beginnt in Brüssel das Gipfeltreffen zum Brexit. Donald Tusk warnt vor einem Scheitern.

Legende: Audio Vor Brexit-Gipfel: Mahnende Worte von Donald Tusk abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
01:19 min, aus HeuteMorgen vom 16.10.2018.

Donald Tusks Einschätzung hat sich verdüstert. In seinem Einladungsschreiben zum letzten Gipfel vor einem Monat in Salzburg schrieb er: Leider sei ein No-Deal-Szenario noch immer möglich.

Nun schreibt er in der Einladung für den am Mittwoch beginnenden Gipfel, ein No-Deal-Szenario sei so wahrscheinlich wie noch nie. Die EU werde deshalb die Vorbereitungen für ein Scheitern der Verhandlungen weiter vorwärtstreiben. Das ist eine Reaktion auf die aktuelle Krise bei den Verhandlungen, welche offensichtlich schwieriger sind als gedacht.

Mahnung an die EU-27

Doch dabei lässt es Donald Tusk nicht bewenden. Er appelliert in mahnenden Worten an die Staats- und Regierungschefs. Die Tatsache, dass sich die EU auf einen No-Deal vorbereite, dürfe unter keinen Umständen dazu führen, dass nur noch halbherzig nach einer Einigung gesucht werden. Er schliesst mit den Worten: «Es scheint immer unmöglich, bis es getan ist. Lasst uns nicht aufgeben.»

«Es scheint immer unmöglich, bis es getan ist. Lasst uns nicht aufgeben.»
Autor: Donald TuskEU-Ratspräsident

Tusk sendet zum Auftakt des Gipfels vom Mittwoch Durchhalteparolen aus. Diese sind nicht an die britische Seite gerichtet, sondern an die eigene. Offensichtlich macht sich Donald Tusk ernsthafte Sorgen, dass angesichts der Schwierigkeiten der Wille bei den EU-27 nachlassen könnte.

Die letzten Schritte zum Brexit in der Timeline

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Oskar Schneider (Oski2)
    René Balli unten schreibt es richtig, warum tun immer alle so als hätten wir vor der EU nur Krieg gehabt? Generation nach 1945 hat in West-Europa keinen Krieg gesehen und der kalte Krieg war ein Ding das dank den sogenannten Diplomaten entstand. EWG 1957, so hätte es bleiben sollen. EU erst 1993 weil ein paar Leute "Herschen" wollen und es immer noch wollen. Am Schluss geht es immer nur um Geld das einige machen wollen, auf kosten von allen anderen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andy Schmid (andy)
    @Kleffel: Bitte keine fake news mit "das Meiste". Nordirland, Baskenland, Spanien, Griechenland, Aldo Moro, Baader Meinhof, europäische Metropolen, heutiges Gebiet der ehemalign DDR - alles ausserhalb von EG/EU?? Sie haben sonderbare Vorstellungen von Europa und EG/EU.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      1. Grundsätzlich ging es Herrn Kessler um Kriege. Auf EU/EG-Boden hat nie einer stattgefunden. 2. Diktaturen in Spanien und GR: Das war vor dem Beitritt der Länder, sie waren also nicht Teil der EU. 3. Moro, Meinhof, Metropolen, IRA..: Terrorismus, wie gesagt ein anderes Thema (besser lesen!), das nichts mit EU vs Nationalstaaten zu tun hat. 4. DDR? Echt jetzt? Sie bezeichnen diese als Teil der EU, nur weil das Gebiet heute Teil von Deutschland und damit der EU ist? Sonderbare Vorstellungen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beat Kessler (KLERUS)
    Ich möchte zu einer immer wieder geäusserten Meinung einen Kommentar abgeben. Dabei will ich mich nicht auf die aktuellen Probleme der EU beziehen und auch keine Wertung über Pro und Kontra abgeben. Aber wie einige von Zeit zu Zeit behaupten, das Europa vor der EU ein Ort des Friedens und Kooperation gewesen wäre. Ist gelinde gesagt, einfach nur Schwachsinn. In Europa herrschte bis zur EU eigentlich nur Krieg und seit der EU haben wir zumindest seit 70 Jahren Frieden! MfG
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von L. Leuenberger (L.L.)
      Der Vertrag von Lissabon reformierte den Vertrag über die EU und den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG-Vertrag).Inhaltlich übernahm der Vertrag von Lissabon die wesentlichen Elemente des EU-Verfassungsvertrags, der 2005 in einem Referendum in FR und in den NL abgelehnt worden war. Im Gegensatz zum Verfassungsvertrag ersetzte er EU- und EG-Vertrag aber nicht, sondern änderte sie nur ab. So fanden in Ö Demonstrationen für eine Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag statt etc..
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Andy Schmid (andy)
      In diesen zumindest 70 Jahren haben Sie aber einiges verpasst. In Nord Irland herrschte immer Frieden, keine IRA, keine Sinn Fein. Der Balkan, Ost Europa + die westlichen Teile von Russland + Türkei gehören für Sie nicht zu Europa. Da gab es keine Militärdiktaturen in Spanien + Griechenland, keine Stasi in der DDR. Aldo Moro friedlich gestorben + Baader Meinhof eine Bande des Friedens. Terror + Attentate in europäischen Metropolen seit Jahren ganz im Zeichen des Friedens. Die Basken vergessen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Beat Kessler (KLERUS)
      @Schmid: Da haben Sie durchaus Recht. Zumindest sind die drei Grossmächte nicht aufeinander los gegangen und sie haben diese Konflikte auch nicht, im grösseren Sinne, gegeneinander ausgenutzt. Das die EU Reformen zu mehr Demokratie benötigt, ist klar. Aber ein Zustand vor der EU, darf auf gar keinen Fall mehr eintreten. Den der bedeutet, dass das geostrategischen Geplänkel von neuem beginnt. Und unsere Souveränität ist in dieser Konstellation, weit schwerer zu waren als jetzt! MfG
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Florian Kleffel (Hell Flodo)
      Herr Schmid, Sie stützen eigentlich nur Herrn Kesslers Kommentar (dessen einziger Fehler der Begriff "Europa" statt zB "Gebiet der EU/EG" ist): Fast alles, was Sie auflisten, hat ausserhalb der EU/EG stattgefunden, und der Terrorismus ist ein anderes Thema. Wann haben übrigens die Städte und Stände in der Schweiz aufgehört , sich gegenseitig zu bekriegen? Als sie einen Teil ihrer Souveränität abgaben! Allerdings braucht die EU mehr Föderalismus. PS: Die Türkei liegt grossteils in Asien.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen