Verschärfte Sicherheitskontrollen am Brüsseler Flughafen

Der Brüsseler Flughafen ist eineinhalb Wochen nach den Terroranschlägen immer noch für den Passagierverkehr geschlossen. Die Gewerkschaften der Flughafenpolizei und die Behörden haben sich darauf geeinigt, die Sicherheitsmassnahmen zu verstärken. Zuvor hatten Flughafenmitarbeiter mit Streik gedroht.

Soldat beim Flughafen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Angestellte forderten stärkere Sicherheitsvorkehrungen am Brüsseler Flughafen. Keystone

Zusatzinhalt überspringen

Keine Swiss-Flüge

Die Fluggesellschaft Swiss hat bis und mit kommendem Dienstag alle Flüge von und nach Brüssel gestrichen. Die bestehenden Stornierungs- oder Umbuchungsmöglichkeiten für Passagiere seien bis zum 5. April verlängert worden.

Nach den Terroranschlägen am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel mit 32 Todesopfern werden die Sicherheitsvorkehrungen am Airport verstärkt. Passagiere und ihr Gepäck sollen bereits beim Eingang des Gebäudes kontrolliert werden.

Darauf haben sich die Gewerkschaften der Flughafenpolizei und das belgische Innenministerium geeinigt, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Flughafenmitarbeiter: «Sicherheitsprobleme»

Die Interessenvertreter der Flughafenpolizei hatten die verstärkten Kontrollen gefordert und gar mit Streik gedroht. Doch auch die Gewerkschaften anderer Airport-Mitarbeiter betonten, es gebe Sicherheitsprobleme.

«Die Behörden haben es versäumt, den Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten», hiess es in einem offenen Brief.

Kein Termin für Wiedereröffnung

Der Flughafen Zaventem, der durch die Attentate vom 22. März beschädigt worden war, ist derweil noch immer für Passagiere geschlossen. Die Wiedereröffnung sei «symbolisch und wirtschaftlich wichtig», sagte Premierminister Charles Michel.

Einen definitiven Termin dafür gibt es aber nicht. Belga zitierte ungenannte Quellen, wonach der Flugbetrieb morgen Sonntag starten könnte. Der Flughafen wäre nach eigenen Angaben bereit dafür.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Ermittlungspannen in Belgien

    Aus 10vor10 vom 30.3.2016

    Acht Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel sind die Hintergründe noch immer nicht restlos geklärt. Die politische Aufarbeitung der Ereignisse hat gerade erst begonnen. Es gibt viel zu tun, denn die Liste der Justiz-Pannen und Sicherheits-Versäumnisse scheint lang.

  • Noch keine Normalität in Brüssel

    Aus Echo der Zeit vom 26.3.2016

    Die belgische Polizei hat weitere mutmassliche Terroristen festgenommen. Bekannt ist bislang die Identität von drei Attentätern. Sind ihre Biografien typisch für im Westen aufgewachsene Gotteskrieger? Das Gespräch mit dem Dschihadismusforscher Rüdiger Lohlker.

    Oliver Washington und Roman Fillinger