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So reagiert Trump auf die Forderung der Iraker
Aus Tagesschau vom 06.01.2020.
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Verwirrung um Brief US-Regierung dementiert Pläne zu Truppenabzug aus Irak

  • US-Verteidigungsminister Mark Esper sagt, die USA hätten keine Pläne, ihre Streitkräfte aus dem Irak abzuziehen.
  • Er widerspricht damit Meldungen, die ein angebliches internes Schreiben zitieren. Das Schreiben liegt den Nachrichtenagenturen Reuters und AFP vor.
  • Darin soll der Leiter des US-Militäreinsatzes im Irak geschrieben haben, die US-Armee bereite einen möglichen Abzug ihrer Soldaten aus dem Irak vor.

«Die US-Politik in Bezug auf unsere Truppenpräsenz im Irak hat sich nicht verändert», schrieb die Sprecherin des Pentagons, Alyssa Farah, am Montag auf Twitter. Sie bekräftigte damit Espers Aussage.

Generalstabschef Mark Milley erklärte dem Sender CNN zufolge, der Brief sei ein Entwurf gewesen und versehentlich an die Öffentlichkeit gelangt. Sprecherin Farah fügte an, dass es laufend Gespräche mit den Irakern bezüglich des Einsatzes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und der Unterstützung des irakischen Militärs gebe.

US-Verteidigungsminister Mark Esper
Legende: Pentagon-Chef Mark Esper dementiert einen US-Truppenabzug. Reuters

5000 US-Soldaten im Irak

Die USA haben rund 5000 Soldaten im Irak stationiert, vor allem als Teil eines internationalen Militärbündnisses für den Kampf gegen den IS.

Das irakische Parlament hatte nach dem US-Drohnenangriff auf den iranischen Top-General Kassem Soleimani im Irak den Abzug der US-Truppen gefordert. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf zunächst mit Drohungen. Der Irak müsse mit Sanktionen rechnen, sollte das Land den Abzug der US-Streitkräfte überstürzen.

Deutschland zieht Soldaten teilweise ab

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  • Deutschland reduziert aus Sicherheitsgründen die Zahl der deutschen Soldaten im Irak.
  • Dies teilten der deutsche Aussenminister Heiko Maas und die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Nacht zum Dienstag mit. «Die dort eingesetzten Soldaten werden zeitnah nach Jordanien und Kuwait verlegt.»
  • Dies geschehe auf Anweisung des Kommandos des von den USA geführten Anti-IS-Einsatzes im Irak.
  • Die deutsche Bundeswehr hat zur Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte derzeit rund 120 Soldaten im Irak stationiert - rund 30 davon werden nun verlegt.
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25 Kommentare

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  • Kommentar von B. Moser  (moser.b)
    Vieles ist im Nahen Osten nicht durchdacht. Dies war schon unter Saddam Husein so.

    Die Strategie könnte nun folgende sein, die USA positionieren neu ihre Soldaten im Nordirak, und anerkennen den kurdischen Staat! Dies könnte die Fehlkalkulation vom Iranischen General, dem türkischen Präsidenten und dem irakischen Parlament gewesen sein.

    Wie es dann im Garten Eden weitergeht, weiss Gott alleine.
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    "Die USA haben rund 5000 Soldaten im Irak stationiert, vor allem als Teil eines internationalen Militärbündnisses für den Kampf gegen den IS." Der hochrangige iranische General Soleimani hatte vor seiner Tötung erfolgreich gegen IS- Milizen gekämpft... Folglich kann Washington nicht mehr glaubwürdig für einen Kampf gegen den IS stehen, zumal sie befreundeten Rebellengruppen immer Waffen und Munition geliefert haben.
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  • Kommentar von Alfred Schläpfer  (191.5yenokavan)
    Einfach nur lächerlich. „The Evil Empire“, also die USA reden von der „Achse des Bösen“, die es zu vernichten gilt. Wie viel mehr Unheil darf diese Grossmacht noch anrichten, bevor sie zur Vernunft kommt?
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