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Von Griechenland bis Spanien Heftige Waldbrände in Europa: Die aktuelle Lage

Die Brände in Europa sind teilweise unter Kontrolle. Angesichts der neuen Hitzewelle bleibt die Lage dennoch angespannt.

Europa erlebt derzeit eine der verheerendsten Waldbrandsaisons der jüngeren Geschichte. Auch wenn vielerorts das Schlimmste überstanden scheint, könnte die bevorstehende Hitzewelle die Lage erneut verschärfen und weitere Brände entfachen.

Waldbrand bei Bordeaux

Bei Bordeaux an der französischen Atlantikküste ist die Lage noch immer nicht gänzlich unter Kontrolle. In der Nacht auf Mittwoch kam es erneut zum Wiederaufflammen der Brände in Bereichen, in denen das Feuer in den vergangenen Tagen bereits gewütet hatte.

Feuerwehrmann spritzt Wasser aus rotem Feuerwehrfahrzeug auf brennendes Gras.
Legende: Die Lage im Südwesten Frankreichs bleibt angespannt. Feuerwehrleute bekämpfen weiterhin aufflammende Brandherde. REUTERS/Yves Herman

Die Einsatzkräfte gehen weiterhin gegen die Brände vor. Die Lage hat sich derweil verbessert. Von den ursprünglich evakuierten 224’000 Menschen in der Region konnten am Dienstagabend viele wieder nach Hause zurückkehren. Die Präfektur erlaubte den Bewohnern von drei vorsorglich evakuierten Orten die Rückkehr. Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um etwa 57’000 Menschen.

Rund 2200 Feuerwehrleute sind weiterhin im Einsatz, darunter auch eine Delegation aus der Schweiz. Die Brände haben bislang eine Fläche von 42’000 Hektar (420 Quadratkilometer) in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben der Präfektur wurden 126 Wehrleute verletzt.

Spanien: Madrid und Castellón

Die Brandlage rund um die spanische Hauptstadt konnte stabilisiert werden. Auch dort konnten bislang mehr als 50’000 Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für 19 Ortschaften auf, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen sind aber noch rund 40’000 Menschen betroffen.

Waldbrände bei Bordeaux und bei Madrid – die Bilder

Grössere Sorgen bereitet nun der Waldbrand in der Provinz Castellón in der Region Valencia im Osten des Landes. Dort sind die Flammen weiterhin ausser Kontrolle. Im Gebiet Vall d’Uixó erfasste das Feuer bisher rund 10’000 Hektar Wald- und Buschland. Dort waren seit dem Wochenende insgesamt rund 16’000 Menschen evakuiert worden; viele konnten aber inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.

Hitze erschwert Löscheinsätze

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Wegen einer erneuten Hitzewelle und trockener Winde droht ein erneutes Anfachen der Brände. Bei Bordeaux werden Spitzentemperaturen von 42 Grad erwartet. In Spanien riefen die Behörden in mindestens sechs Regionen die zweithöchste Warnstufe Orange aus. Auch dort warnen Meteorologen vor Temperaturen von bis zu 40 Grad.

Hohe Temperaturen, sinkende Luftfeuchtigkeit und starke Winde erhöhen das Risiko, dass bereits betroffene Gebiete rasch wieder in Brand geraten.

Für Spanien ist es eine der verheerendsten Waldbrandserien der jüngeren Geschichte. 207’000 Hektar Fläche wurden nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn bereits in Mitleidenschaft gezogen.

Griechische Insel Paros

Auch auf der griechischen Ägäis-Insel Paros kämpften Feuerwehrleute gegen einen ausser Kontrolle geratenen Waldbrand. Mehrere Ortschaften wurden wegen der vorrückenden Flammenfront evakuiert.

Die Feuerwehr auf der Kykladen-Insel ist seit Dienstag mit Dutzenden Kräften im Dauereinsatz und forderte Unterstützung von umliegenden Inseln sowie vom Festland an. Die Flüge mit Löschflugzeugen und Helikoptern seien über Nacht unterbrochen und bei Tagesanbruch wieder aufgenommen worden. Mittlerweile ist die Lage unter Kontrolle. Dennoch: Vollständige Entwarnung gab die Feuerwehr nicht.

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SRF 4 News, 29.7.2026, 14 Uhr ; 

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