Europa erlebt derzeit eine der verheerendsten Waldbrandsaisons der jüngeren Geschichte. Auch wenn vielerorts das Schlimmste überstanden scheint, könnte die bevorstehende Hitzewelle die Lage erneut verschärfen und weitere Brände entfachen.
Waldbrand bei Bordeaux
Bei Bordeaux an der französischen Atlantikküste ist die Lage noch immer nicht gänzlich unter Kontrolle. In der Nacht auf Mittwoch kam es erneut zum Wiederaufflammen der Brände in Bereichen, in denen das Feuer in den vergangenen Tagen bereits gewütet hatte.
Die Einsatzkräfte gehen weiterhin gegen die Brände vor. Die Lage hat sich derweil verbessert. Von den ursprünglich evakuierten 224’000 Menschen in der Region konnten am Dienstagabend viele wieder nach Hause zurückkehren. Die Präfektur erlaubte den Bewohnern von drei vorsorglich evakuierten Orten die Rückkehr. Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um etwa 57’000 Menschen.
Rund 2200 Feuerwehrleute sind weiterhin im Einsatz, darunter auch eine Delegation aus der Schweiz. Die Brände haben bislang eine Fläche von 42’000 Hektar (420 Quadratkilometer) in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben der Präfektur wurden 126 Wehrleute verletzt.
Spanien: Madrid und Castellón
Die Brandlage rund um die spanische Hauptstadt konnte stabilisiert werden. Auch dort konnten bislang mehr als 50’000 Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für 19 Ortschaften auf, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen sind aber noch rund 40’000 Menschen betroffen.
Waldbrände bei Bordeaux und bei Madrid – die Bilder
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Bild 1 von 17. Erste evakuierte Personen konnten zurückkehren. Die Lage bleibt jedoch angespannt. (29.7.2026). Bildquelle: REUTERS/Florion Goga.
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Bild 2 von 17. In betroffenen Gebieten können Brandherde erneut aufflammen. (29.7.2026). Bildquelle: REUTERS/Florion Goga.
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Bild 3 von 17. Feuerwehrleute bekämpfen Brände in der Nähe von Arès. (28.7.2026). Bildquelle: Keystone/AP Photo/Baz Ratner/Pool.
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Bild 4 von 17. Die Feuerwehr kämpft ausserhalb von Bordeaux gegen die Flammen. (26.7.2026). Bildquelle: Keystone/AP Photo/Emma Da Silva.
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Bild 5 von 17. Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Flammen in Arès im Département Gironde im Westen Frankreichs. (25.7.2026). Bildquelle: Keystone/HANDOUT/DAMIEN REMBERT.
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Bild 6 von 17. Feuerwehrleute kämpfen gegen den Waldbrand bei Lège-Cap-Ferret (24.7.2026). Wegen der Brände in der französischen Region um Bordeaux wurden mehr als 150’000 Menschen evakuiert. Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 7 von 17. Auch schweres Gerät wird im Kampf gegen die Flammen eingesetzt. (24.7.2026). Bildquelle: Reuters/Handout/DAMIEN REMBERT.
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Bild 8 von 17. Der Wald bei Biscarrosse steht in Flammen. (25.7.2026). Bildquelle: Keystone/Handout/LOIC MARTIN .
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Bild 9 von 17. In Lege-Cap-Ferret im Departement Gironde verschärft sich die Situation weiter. Bildquelle: Reuters/Stephane Mahe.
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Bild 10 von 17. Mehr als tausend Feuerwehrleute – hier in Cap Ferret – sind in den betroffenen Regionen im Einsatz. Bildquelle: imago images/Stephane Duprat/ABACAPRESS.
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Bild 11 von 17. Neun Löschflugzeuge und zwei Löschhelikopter stehen in Südwestfrankreich im Einsatz. Bildquelle: imago images/Thibaut Durand/ABACAPRESS.
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Bild 12 von 17. Die Flammen zerstören auch den Friedhof von Cap Ferret. Bildquelle: imago images/First Eye/ABACAPRESS.
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Bild 13 von 17. Verbrannte Erde nach den Waldbränden. Bildquelle: Keystone/Mariam A. Montesinos.
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Bild 14 von 17. Evakuierte Anwohnende ruhen sich im Messezentrum Bordeaux-Lac aus, das zu einer Notunterkunft umfunktioniert wurde. Bildquelle: Reuters/Manon Cruz.
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Bild 15 von 17. In Spaniens Provinz Ávila verbrannten 15'000 Hektaren Wald und 5000 Einwohner mussten evakuiert werden. Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
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Bild 16 von 17. Auch in Spanien werden die Brände mit Löschflugzeugen bekämpft. Bildquelle: Keystone/MANU FERNANDEZ.
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Bild 17 von 17. Das spanische Dorf Burgohondo in der Provinz Ávila ist von den Bränden schwer betroffen. Bildquelle: Keystone/RAUL SANCHIDRIAN.
Grössere Sorgen bereitet nun der Waldbrand in der Provinz Castellón in der Region Valencia im Osten des Landes. Dort sind die Flammen weiterhin ausser Kontrolle. Im Gebiet Vall d’Uixó erfasste das Feuer bisher rund 10’000 Hektar Wald- und Buschland. Dort waren seit dem Wochenende insgesamt rund 16’000 Menschen evakuiert worden; viele konnten aber inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.
Für Spanien ist es eine der verheerendsten Waldbrandserien der jüngeren Geschichte. 207’000 Hektar Fläche wurden nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn bereits in Mitleidenschaft gezogen.
Griechische Insel Paros
Auch auf der griechischen Ägäis-Insel Paros kämpften Feuerwehrleute gegen einen ausser Kontrolle geratenen Waldbrand. Mehrere Ortschaften wurden wegen der vorrückenden Flammenfront evakuiert.
Die Feuerwehr auf der Kykladen-Insel ist seit Dienstag mit Dutzenden Kräften im Dauereinsatz und forderte Unterstützung von umliegenden Inseln sowie vom Festland an. Die Flüge mit Löschflugzeugen und Helikoptern seien über Nacht unterbrochen und bei Tagesanbruch wieder aufgenommen worden. Mittlerweile ist die Lage unter Kontrolle. Dennoch: Vollständige Entwarnung gab die Feuerwehr nicht.