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Vor geplantem Referendum Katalanische Separatisten verteilen rund eine Million Stimmzettel

  • Eine Woche vor dem umstrittenen Referendum über die Loslösung von Spanien haben Separatisten überall in Katalonien Wahlzettel verteilt.
  • Rund eine Million Stimmzettel seien an Wahlberechtigte ausgehändigt worden, sagte der Präsident des Kulturverbandes «Omnium Cultural», Jordi Cuixart.

«Unsere gefährlichsten Waffen sind die Wahlzettel und die Urnen», sagte Cuixart in seiner Rede auf dem Universitätsplatz in Barcelona. «Sie werden unsere Demokratie nicht bezwingen können.» Die Kundgebung fand im Rahmen des von den Separatisten in ganz Katalonien organisierten «Marathons für die Demokratie» statt.

Das Referendum ist für den 1. Oktober geplant – wird von der Zentralregierung in Madrid aber bekämpft. Erst am Samstag wurde bekannt, dass die katalanische Polizei ab sofort dem Innenministerium in Madrid unterstellt wird.

Vor einigen Tagen hatte die staatliche Polizeieinheit Guardia Civil bereits zehn Millionen Wahlzettel und rund 1,5 Millionen Wahlplakate beschlagnahmt. Gut ein Dutzend separatistische Politiker und Beamte wurden in Gewahrsam genommen.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy wiederholte am Samstag auf einem Regionaltreffen seiner konservativen Volkspartei (PP) in Palma de Mallorca: «Das Referendum wird nicht stattfinden.» Ungeachtet aller Widerstände hält die Regionalregierung von Carles Puigdemont aber an dem Referendum fest.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von B. M. (beatmaster)
    Es wundert mich, ob diesselbe Aussagen gemacht würden, wenn der Kanton Zürich seine Unabhängigkeit einfordern täte...
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  • Kommentar von Edwin Drack (Ticino)
    Nun wird sich zeigen, ob die PSOE (span. Sozialisten) dem Aufruf von Podemos und der Bürgermeisterin Ada Colau von Barcelona zu einer neuen "plurinationalen" Regierungsneubildung in Madrid mit PSOE/Podemos (mit Mehrheit im span. Parlament) vom Wochenende folgen um eine politische Lösung mit Katalonien inkl. Referendum zu erwirken. Oder bleibt Madrid weiterhin "unveränderlich"? Statt Polizeieinsätze braucht es für Katalonien den Einsatz der Politiker.
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  • Kommentar von Claude Nobs (bernstein)
    einfach nur erbärmlich. und so ein land nennt sich demokratie & ist mitglied der eu... nach ungarn, der slowakei & polen zeigt nun auch spanien dass wenn es hart auf hart kommt demokratie & freie meinungsäusserung auch in der eu weder respektiert noch verteitigt werden. da ist dann klar wieso sich russland & china nicht in die pflicht genommen fühlen...
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