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Legende: Video Libyens Internierungslager – wie weiter? abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.07.2019.
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Vor libyscher Küste Mehr als 100 Tote bei Bootsunglück im Mittelmeer befürchtet

  • Nach einem Schiffbruch vor der Küste Libyens werden 115 Menschen vermisst. Eine Leiche wurde geborgen.
  • 134 Personen seien gerettet worden und würden nach Libyen zurückgebracht, teilt ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mit.

Insgesamt seien 250 Menschen an Bord des Holzbootes gewesen, berichtet die Presseagentur DPA unter Berufung auf einen Sprecher der libyschen Küstenwache. Die Küstenwache habe zusammen mit einigen Fischern 134 Migranten aus verschiedenen afrikanischen und arabischen Ländern gerettet. Zudem sei eine Leiche aus dem Wasser geborgen worden. Nach UNO-Angaben startete das Boot die Überfahrt vom Küstenort Al-Chums.

Karte mit Al-Chums.
Legende: Das Unglück soll sich vor dem libyschen Küstenort Al-Chums ereignet haben. SRF

Der Chef des UNO-Flüchtlingshilfswerks, Filippo Grandi, sprach auf Twitter von der «schwersten Tragödie im Mittelmeer» des laufenden Jahres. Er forderte, die Seenotrettung dort wieder aufzunehmen, die Internierung von Flüchtlingen und Migranten in Libyen zu beenden und mehr sichere Routen aus dem Land zu ermöglichen. «Sonst ist es für viele weitere verzweifelte Menschen zu spät», schrieb Grandi.

Derzeit sind keine privaten Rettungsschiffe im Mittelmeer unterwegs. Die deutsche Organisation Sea-Eye kündigte allerdings an, mit der «Alan Kurdi» in Richtung der Rettungszone vor der libyschen Küste aufzubrechen. Dort werde sie voraussichtlich am Dienstag eintreffen. Innerhalb der Europäischen Union läuft ein Streit darüber, wie Migranten verteilt werden sollen, die im Mittelmeer gerettet werden.

Legende: Video SRF-Korrespondent Philipp Zahn: «Flüchtlinge sind wieder mit grösseren Schiffen unterwegs» abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Aus 10vor10 vom 25.07.2019.

Das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten für Menschen, die nach Europa kommen wollen. Beim Versuch, es zu überqueren, kamen dieses Jahr nach Angaben der internationalen Organisation für Migration bereits mehr als 680 Menschen ums Leben. Mehr als 3700 seien aufgegriffen und in Internierungslager in Libyen gebracht worden. Der nordafrikanische Staat ist ein Transitland für Tausende von Migranten.

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100 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Fortsetzung: Ich freue mich über Kommentare, in denen Solidarität mit jenen Notgeplagten zum Ausdruck kommt. Schade finde ich, dass es Leute gibt, nett gesagt distanziert mit "selber schuld, selber verantwortlich" zu argumentieren versuchen. Es geht hier um Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, während wir hier zum grossen Teil privilegiert sind, mich eingeschlossen, wofür wir dankbar sein können. Zu gefüllter Dankbarkeit gehört m.E.auch Solidarität -national und international.
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    1. Antwort von Martin Marbacher  (Marmar)
      Solidarität für Leidgeplagte finde ich absolut lobenswert. Was Sie jedoch fordern, ist v.a. Unterstützung für junge männliche Abenteurer; jeder, der seine Augen für eine realitätsnahe Einordnung der Geschehnisse einsetzt, weiss, dass sich hier kein durchschnittlicher Bevölkerungsquerschnitt auf den Weg macht. Eine Unterstützung wie Sie sie sich hier wünschen, löst keine grundlegenden Probleme, sondern schafft nur neue und untergräbt den Solidaritätsgedanken der Bevölkerung mit echten Flüchtlinge
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es ist schrecklich, was hier immer wieder passiert. Wir alle gehören zum grossen System des Industriekapitalismus, der sehr unregelmässig verteilt ist. Ungleich in Europa, ungleich in Afrika, wo zugegebener Massen zu einem Teil korrupte Regierungen ihr Unwesen treiben. Europa und die UNO tragen Mitverantwortung, in Verhandlungen festzulegen, wie dem Flüchtlings-/Migrationsproblem einigermassen hilfreich begegnet werden kann. Es braucht unsere Solidartät.Diese hat durchaus auch schöne Seiten.
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  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Die Eigenverantwortung dieser Menschen scheint ein Tabu zu sein. Diese Migration über Libyen muss gestoppt werden. Einen anderen Weg gibt es nicht. Libyen muss geholfen werden, die Menschen rückzuführen und gleichzeitig die Häfen dicht zu machen. Solche Schiffe dürfen die Häfen nicht verlassen können. Dazu braucht es logistische Unterstützung. Die Hilfsorganisationen haben die Finger von dieser Küste zu lassen.
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