- Der zum zweiten Mal auf einer Sandbank in der Ostsee gestrandete Buckelwal hat sich erneut aus seiner misslichen Lage befreit.
- Am späten Abend sei es ihm gelungen, mit steigendem Wasserstand von der Sandbank in der Wismarbucht freizukommen, teilte der Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, Claus Tantzen, mit.
- Er werde nun von der Wasserschutzpolizei begleitet, die versuche, dem Tier zu folgen.
Da die Gewässer in Küstennähe sehr flach sind, sei es ungewiss, ob der Wal erneut stranden wird, sagte Tantzen weiter. Am Freitagabend war der Wal nach seiner ersten Strandung auf einer Sandbank bei Timmendorfer Strand erstmals freigekommen.
Wal-Drama an der Ostsee
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Bild 1 von 9. Der Buckelwal konnte sich mit steigendem Wasserstand von der Sandbank retten. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Philip Dulian.
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Bild 2 von 9. Das erschöpfte Tier schwimmt in der Lübecker Bucht, nah an den Küsten der Ostsee. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
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Bild 3 von 9. Der Wal schwimmt nun wieder in der Ostsee und wird von Küstenwachschiffen und Polizeibooten begleitet. Bildquelle: Keystone/Marcus Brandt.
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Bild 4 von 9. Wal in Sicht! Am Donnerstagmorgen schwimmt das Tier in der Lübecker Bucht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
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Bild 5 von 9. Am Montag war der Buckelwal in der Lübecker Bucht aufgefunden worden. Nun scheint der Meeressäuger sich befreit zu haben. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 6 von 9. Gemäss dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann befindet sich der Meeressäuger in keinem guten Zustand. Die Haut sehe schlecht aus und er habe lange nichts mehr gegessen, sagte er der «Bild»-Zeitung. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 7 von 9. Mit einem Bagger hoben Retter am Donnerstag eine Rinne für den Wal aus. Bildquelle: IMAGO/Susanne Hübner.
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Bild 8 von 9. Voller Einsatz für den gestrandeten Buckelwal – auch in der Nacht. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Ulrich Perrey.
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Bild 9 von 9. Das Medieninteresse am gestrandeten Tier war gross. Bildquelle: KEYSTONE/DPA/Marcus Brandt.
Seit Montag im Fokus der Helfer und Tierschützer
Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen (23. März) auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag selbst von der Sandbank durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne befreit.
Nach der überraschenden Rettung war der Wal am Freitagnachmittag aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in Küstennähe.
Buckelwale in der Ostsee nicht heimisch
Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Grosswale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.