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Mit einem Schweizer Vulkanologen auf La Palma
Aus 10 vor 10 vom 28.09.2021.
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Vulkanausbruch auf La Palma Tausend Grad heisse Lava ergiesst sich ins Meer

Fast 600 Gebäude auf der Ferieninsel La Palma wurden bislang von der glühenden Masse verschlungen.

  • Auf der kanarischen Insel La Palma haben sich um die eintausend Grad heisse Lava-Ströme ins Meer ergossen.
  • «Die Lava hat das Meer erreicht», twitterte das Spanische Institut für Meereskunde und veröffentlichte beeindruckende, von einem seiner Schiffe aufgenommene Fotos.
  • Der Vulkan auf La Palma ist bereits seit dem 19. September aktiv, seit Dienstag gilt die Insel als Katastrophengebiet.

Auf Aufnahmen ist zu sehen, wie sich die orange glühende Masse wasserfallartig über Klippen in den schwarzen Atlantik ergiesst und dabei Rauch und Dampfschwaden aufsteigen.

Befürchtet wurde, dass sich bei dem Kontakt der Lava mit dem salzigen Meerwasser giftige, mit Salzsäure versetzte Gase bilden könnten. Deswegen war bereits zuvor eine Ausgangssperre für vier Ortsteile mit insgesamt etwa 300 Bewohnerinnen und Bewohnern verordnet worden.

Die kanarische Sicherheitsbehörde twitterte: «Wenn Sie draussen sind, suchen Sie sich einen sicheren Ort, um Zuflucht zu suchen.» Laut Seenotrettung fliesst die Lava seit Mitternacht ins Meer. Es wehe Südwind.

Das Institut für Meereskunde twitterte weiter, man könne das Vordringen der Lava bis zum Fuss der Klippe sehen. Das zeigt auch ein im Internet veröffentlichtes Video.

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Lava fliesst ins Meer
Aus News-Clip vom 29.09.2021.
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Ausbruch könnte noch Monate dauern

Die Vulkaninsel war am Dienstag zum Katastrophengebiet erklärt worden. Bisher wurden fast 600 Gebäude von der glühend heissen Masse zerstört.

Die Zahl der Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten, ging leicht zurück auf 5600, nachdem einige Bewohner wieder zurückkehren durften. Die Schäden belaufen sich Schätzungen der Regionalregierung zufolge auf mehrere Hundert Millionen Euro.

Der Vulkan in dem Höhenzug Cumbre Vieja im Süden von La Palma vor der Westküste Afrikas war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Wie lange er aktiv bleiben wird, können Vulkanologen nicht sagen. Es könne Wochen oder auch Monate dauern.

SRF 4 News, 29.09.2021, 02:00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Dieter Strub  (STR)
    Ist auf Big Island, Hawaii ziemlich normal. Um Februar 2017 durften wir den spektakulären Lavafall des Kilauea aus nächster Nähe betrachten.
    Das ist definitiv nicht Katastrophentourismus, sondern ein grandioses Naturspektakel das man sich ansehen muss.
    La Palma wäre deutlich näher.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Für Touristen ist es ein grandioses Spektakel, für die Einwohner, die ihre Häuser verloren haben eine Katastrophe.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ich sehe reinen Katastrophentourismus. So impsant dar Ausbruch auch sein mag, die Reise des Vulkanologen war aus meiner Sicht überflüssig und bringt keine neuen Erkenntnisse. Die Spanier haben bereits wissenschaftliche Mitarbeier dort, die restl. Aufnahmen gibt es zuhauf im Netz ohne dass dortige Beamte und Helfer zusätzlich mitunnötigen Bewilligungsanfragen bedrängt werden.
  • Kommentar von Michael Brunner  (Verofit)
    nichts aussergewöhnliches! Das gibt es seit Jahren so auf der Insel Stromboli bei Sizilien.
    1. Antwort von Rolf Kathriner  (Rolf093)
      Egal wo es ist gewaltig
      Und dieser ausbruch kann man mit Stromboli nicht vergleichen