- Angehörige von Vermissten haben zum Auftakt der Fussball-Weltmeisterschaft für ihre Anliegen demonstriert.
- Auch protestierende Lehrerinnen und Lehrer gingen in ganz Mexiko auf die Strasse.
Während des Eröffnungsspiels der Fussball-WM kam es direkt vor dem Aztekenstadion zu gewaltsamen Zusammenstössen von teils vermummten jungen Demonstrierenden und der Polizei. Angehörige hatten auf das Schicksal der über 130'000 Menschen in Mexiko aufmerksam gemacht, die als verschwunden gelten.
Ausserdem nutzte am Donnerstag die radikale Lehrergewerkschaft die Bühne wieder für ihren Protest. Ein Überblick:
- In Mexiko-Stadt demonstrierten nahe vom Aztekenstadion die Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE und forderten die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform. Angesichts der hohen Sicherheitsmassnahmen beschrieb die Zeitung «ESTO» die Atmosphäre als «ungewöhnlich»: «Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.»
- Im Bundesstaat Chiapas im Süden des Landes strandeten Dutzende Passagiere, weil protestierende Lehrpersonen Teile des internationalen Flughafens nahe der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutiérrez besetzten, wie der Fernsehsender Milenio TV berichtete.
- Im Bundesstaat Oaxaca übernahmen CNTE-Mitglieder die Kontrolle über Mautstationen und ein Logistikzentrum des staatlichen Erdölkonzerns Pemex.
- Im Bundesstaat Guerrero demonstrierten die protestierenden Lehrpersonen auf verschiedenen Landstrassen der Region und kündigten die Blockade von Banken in der Hauptstadt Chilpancingo an.
- In Tijuana im Norden des Landes blockierten Demonstranten die Zufahrt zum Grenzübergang Otay zu den USA.