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Wahlen in Bangladesch Mitte-Rechts Partei erklärt Wahlsieg in Bangladesch

  • Bei der ersten Parlamentswahl in Bangladesch nach dem dramatischen Fall der Regierungschefin Sheikh Hasina vor anderthalb Jahren hat die Partei des Mitte-Rechts-Politikers Tarique Rahman den Sieg für sich reklamiert.
  • Die Partei werde dank einer Mehrheit die nächste Regierung bilden, schreibt die Medienstelle der Nationalistischen Partei Bangladeschs (BNP) auf der Plattform X.
  • Ein offizielles Ergebnis der gestrigen Wahl steht noch aus.

Doch hätten die BNP und ihre Verbündeten nach Auszählung von 83 Prozent der Stimmen in 181 der 299 Wahlkreise gewonnen, berichtet die einheimische Zeitung «The Daily Star». Das entspricht 181 Sitzen. Demnach sicherte sich dahinter die grösste islamistische Partei des Landes, Bangladesh Jamaat-e-Islami, und das von ihr angeführte konservativ-religiöse Bündnis 61 Sitze.

Test für demokratischen Übergang

Der 60-jährige Rahman, der ein Sohn der früheren Ministerpräsidentin und langjährigen Hasina-Rivalin Khaleda Zia ist, kann sich den vorläufigen Ergebnissen zufolge berechtigte Hoffnung machen, der nächste Regierungschef zu werden. Der BNP-Chef war erst im Dezember nach 17 Jahren im Exil aus London in seine Heimat zurückgekehrt.

Männer zählen die Stimmen aus
Legende: Mit der Wahl verbinden viele Menschen in dem rund 175 Millionen Einwohner zählenden Land die Hoffnung auf politische Stabilität und wirtschaftlichen Aufschwung. EPA/MONIRUL ALAM

Nach den blutigen Unruhen im Sommer 2024 galt die vorgezogene Wahl auch als Test für einen geordneten demokratischen Übergang in dem überwiegend muslimisch geprägten Land in Südasien. Fast 128 Millionen Menschen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Bei der Wahl geht es um die Verteilung von 350 Parlamentsmandaten. Von ihnen werden 300 direkt gewählt, 50 Sitze sind Frauen vorbehalten. In einem Wahlkreis wurde diesmal wegen des Todes eines Kandidaten die Stimmabgabe verschoben.

Nach Massenprotesten gegen die Regierung und Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften war die zunehmend autoritär agierende Sheikh Hasina Anfang August 2024 nach Indien geflohen. Nach ihrer Flucht wurde eine Übergangsregierung unter dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus eingesetzt.

Erste echte Wahlen seit 2008

Ein eindeutiges Ergebnis gilt als entscheidend für die Stabilität des mehrheitlich muslimischen, südasiatischen Landes mit 175 Millionen Einwohnern, nachdem monatelange Unruhen die Wirtschaft, inklusive des wichtigen Textilsektors, schwer getroffen hatten.

Im Vorfeld galten die aktuellen Parlamentswahlen als die ersten echten Wahlen in Bangladesch seit 2008: Es war die erste Wahl seit dem Sturz der langjährigen Regierungschefin Sheikh Hasina vor eineinhalb Jahren. Die Autokratin hatte 15 Jahre lang regiert, bevor sie nach wochenlangen Massenprotesten aus dem Land flüchtete.

SRF 4 News, 13.02.2026, 5:00 Uhr ; 

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