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Wahlen Nigeria Beide Favoriten beanspruchen Präsidentschaft für sich

  • In Nigeria haben dieses Wochenende Präsidentschafts- und Parlaments-Wahlen stattgefunden.
  • Der aktuelle Präsident, Muhammadu Buhari, sowie sein grösster Konkurrent, Atiku Abubakar, beanspruchen den Sieg fürs höchste Amt für sich.
  • Die Wahlen waren begleitet von Unruhen. Islamisten haben die Stadt Maiduguri beschossen.
Legende: Video Aus dem Archiv: Verspätete Wahlen in Nigeria abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.02.2019.

Nach der Präsidentschaftswahl in Nigeria haben die beiden grössten politischen Lager ihre Kandidaten noch vor Bekanntgabe der Ergebnisse zum Sieger erklärt. Ein Berater von Präsident Muhammadu Buhari sprach am Sonntag von einem «überwältigenden Ergebnis» für den Amtsinhaber.

Das Team von Buharis grösstem Rivalen, dem ehemaligen Vize-Präsidenten Atiku Abubakar, beanspruchte den Sieg derweil für seinen Kandidaten.

Insgesamt bewarben sich um das Amt des Staatschefs über 70 Kandidaten. Trotzdem gingen alle von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Buhari und Abubakar aus.

Warten auf Ergebnisse

Die Ergebnisse werden vermutlich Anfang der Woche veröffentlicht. Der Urnengang war am vorangegangenen Samstag wenige Stunden vor Öffnung der Wahllokale aus logistischen Gründen um eine Woche verschoben worden.

Die Wahlkommission zeigte sich «grundsätzlich zufrieden» mit der Wahl. Medien berichteten allerdings, dass in einigen Regionen die Wahllokale noch am Sonntag geöffnet waren, weil es Probleme mit Wahlmaterialien gegeben hatte.

Wahlen von Gewalt begleitet

Ein Zusammenschluss aus mehr als 70 zivilgesellschaftlichen Gruppen berichtete von 16 Todesfällen im Zusammenhang mit der Wahl. Idayat Hassan vom Zentrum für Demokratie und Entwicklung (CDD) in der Hauptstadt Abuja, meinte: «Diese Wahl war eine erhebliche Verschlechterung im Vergleich zu 2015. Was wir jetzt von glaubwürdigen, freien und fairen Wahlen erwarten, war nicht da.»

Vor allem Wahlbeauftragte waren Einschüchterungen, Entführungen und Gewalt ausgesetzt. Eine Stimmenzählerin wurde nach ihrer Arbeit erschossen, wie es gegenüber Journalisten hiess.

Die Stadt Maiduguri im nordöstlichen Bundesstaat Borno wurde kurz vor der Öffnung der Wahllokale am Samstag von mehreren Explosionen erschüttert. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, beschossen islamistische Boko-Haram-Kämpfer die Stadt mit Granaten. Die Angreifer wurden von Soldaten zurückgedrängt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Lothar Fieber  (lotvieh)
    Nun, wie wirds wohl ausgehen? Buhari wird der "Sieger" sein. Demokratie in Afrika heisst halt: die erste Wahl gewinnen (ob mit oder ohne Trickserei und/oder Gewalt) und dann die macht nie mehr abgeben.
    Kenne nur ein Land, wo es anders gelaufen ist: Ghana. Da hat Jerry Rawlings das Amt freiwillig abgeben, nachdem er seine Reformen erfolgreich durchgezogen hatte. Kein Wunder, dass das Land bis heute stabil ist und auch wirtschaftlich relativ gut dasteht.
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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Warum bin ich nicht überrascht? Wieder Tote nach Wahlen und ein anstehender Kampf darum, wer den Sieg mitnimmt. Das erinnert etwas an die Holzflugzeuge gewisser Urvölker: einfach die Form nachmachen in der Hoffnung auf Hilfsgüter. Solche Wahlen legitimieren doch keine Regierung, insbesondere nicht, wenn sie danach korrupt und kleptokratisch regiert. Das Land braucht zuerst wirtschaftliche Entwicklung, danach kann man über politische Systeme diskutieren.
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