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Aus dem Archiv: Joe Biden vor der Wahl seiner Vizekandidatin
Aus Tagesschau vom 02.08.2020.
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Wahlkampf in den USA Joe Biden sucht seine Vize-Kandidatin: Das sind die Favoritinnen

Es ist eine der wichtigsten Entscheidungen der Kandidatur von Joe Biden im US-Präsidentschaftswahlkampf: Die Frage, wen der demokratische Präsidentschaftsbewerber als seine mögliche Vizepräsidentin aufstellen will. Die Entscheidung soll am Montag oder in den nächsten Tagen fallen.

Biden gab schon früh bekannt, dass er eine Frau als seine Nummer 2 bevorzuge. Diese Favoritinnen geben in den USA derzeit besonders zu reden.

Die Hardlinerin: Kamala Harris

Die 55-jährige Senatorin aus Kalifornien war selber bereits Präsidentschaftskandidatin für die Demokraten. Sie zog sich im Dezember 2019 jedoch aus dem Wahlkampf zurück.

US-Sentarorin Kamala Harris während einer Rede im Senat.
Legende: Kamala Harris. Reuters

Wegen ihrer harten Linie als ehemalige Oberstaatsanwältin in Kalifornien gilt Kamala Harris parteiintern als umstritten.

Die Liberale: Karen Bass

Die 66-jährige Kalifornierin ist Abgeordnete im Repräsentantenhaus und Vorsitzende des afroamerikanischen Kongressausschusses.

Die Abgeordnete Karen Bass während einer Rede im Repräsentantenhaus am Rednerpult.
Legende: Karen Bass. Reuters

Karen Bass gilt als liberale Abgeordnete und setzt sich unter anderem für eine bessere Kontrolle von privatem Waffenbesitz ein.

Die Vertraute: Susan Rice

Rice war Sicherheitsberaterin und UNO-Botschafterin unter Ex-Präsident Barack Obama. Sie gilt als enge Vertraute von Joe Biden, hat bisher aber nie als gewählte Politikerin gewirkt.

Susan Rice während eines Interviews, sie sitzt entspannt in einem Sessel.
Legende: Susan Rice. Keystone

Für einige Zeit galt Rice als mögliche Kandidatin um den Sitz von Maine bei der Wahl zum Senat 2020, sie sah aber letztendlich davon ab.

Die Erfahrene: Elizabeth Warren

Elizabeth Warren könnte Biden mit viel Erfahrung unterstützen und gilt als klassische Linke. Sie stammt aus Massachusetts, ist Senatorin und 71 Jahre alt.

Die Senatorin Elizabeth Warren hält eine Rede.
Legende: Elizabeth Warren. Reuters

Warren ist eine grosse Kritikerin von Präsident Donald Trump und bewarb sich in der Vorwahl der Demokraten ebenfalls für die Präsidentschaftskandidatur. Nach schlechten Ergebnissen am Super Tuesday zog sie ihre Kandidatur jedoch zurück.

Die Veteranin: Tammy Duckworth

Die 52-Jährige vertritt eine jüngere Generation. Sie ist Senatorin aus Illinois und Kriegsveteranin. Die Thai-Amerikanerin wurde im Irakkrieg schwer verwundet, verlor beide Beine und sitzt heute im Rollstuhl.

Tammy Duckworth hält ein Votum.
Legende: Tammy Duckworth. Keystone

Duckworth setzt sich für einige Kernanliegen der Demokraten wie Erleichterungen bei Mindeststeuersätzen, Studiengebühren und Krankenversicherung ein.

Die ehemalige Polizistin: Val Demings

Val Demings ist Abgeordnete im Repräsentantenhaus. Die 63-Jährige stammt aus Florida und amtierte bis vor wenigen Jahren als Polizeichefin der Stadt Orlando.

Die Abgeordnete im Repräsentantenhaus Val Demings hält ein Votum.
Legende: Val Demings. Reuters

Der Druck auf Biden, sich für eine Afroamerikanerin zu entscheiden, ist gross. Nach den landesweiten Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus würde der Demokrat damit ein klares Zeichen setzen.

SRF-Auslandskorrespondent Peter Düggeli hält das Feld der Kandidatinnen für sehr divers. Politische Überlegungen seien bei einer weiblichen Vizekandidatin eher zweitrangig, betont Düggeli.

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«Biden braucht einen Vize auf der gleichen Wellenlänge»
Aus Tagesschau vom 02.08.2020.
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Bei Amtsantritt wäre Joe Biden 78 Jahre alt. Es wird erwartet, dass er nur eine Amtszeit lang regieren würde, sollte er die Wahl am 3. November gewinnen. Seine Vize könnte eine Art «potenzielle Präsidentin in Wartestellung» werden, wie das US-Magazin «The Atlantic» schreibt.

Tagesschau, 02.08.2020, 19:30 Uhr;

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es ist schon lustig wie wenig über Staatsanleihen und Nullzinsen geredet wird aber genau das steuert die Schulden der Staaten. Amerika konnte den Leitzins noch über 2 Prozent bringen, das ist nun für lange Zeit endgültig vorbei. Bei bald 130 Prozent Staatsverschuldung. Nur China kann den Leitzins bis 3 Prozent heben und das ist der Grund weshalb alle Investoren nach China gehen. Die Amerikaner werden noch mehr ihre eigenen Schulden kaufen müssen, sprich sich im Kreis drehen.
  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Auch wenn ich Trump nicht mag weil er arrogant ist und wenig geeignet bin ich nicht dafür dass ein Demokrat gewählt wird schon gar keiner links der Mitte.
    Die USA müssen nicht wie Europa werden, mir gefällt das Amerika wie es ist mit allen Ecken und Kanten.
    Biden ist im Prinzip nicht so übel da er nicht so extrem ist wie z.B Pelosi oder Clinton aber halt viel zu alt.
    Schauen wir wie es kommt wir haber darauf ja keinen Einfluss.
    1. Antwort von Simon Peters  (plaintalking)
      In dem linksgrünen Siff in Europa ist es ja ganz schlimm zu leben, gell. ;-)

      "Links" in den USA entspricht eben nicht Links in Europa. Biden wäre bei uns in etwa FDP... Neoliberaler Quatsch gibts auch bei uns schon zu viel: privatize profits, socialize losses.
    2. Antwort von Hans Klein  (HansKlein)
      Fragen Sie mal die Millionen obdachlosen und verarmten Familien, ob ihnen Amerika mit seinen Ecken und Kanten genauso gut gefällt wie Ihnen! Selbst Bekannte, die man früher noch als "solide Mittelschicht" gezählt hätte, haben inzwischen SEHR zu kämpfen, um ihre Rechnungen zu bezahlen – und "Luxus" wie Urlaub u.ä. ist da schon gar nicht mehr "drin". Nur wird das mit Biden nicht anders, denn er gehört zum selben Polit-Establishment, das das alles verursacht hat und deshalb 2016 abgewählt wurde!
    3. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Kurzsichtig lebt es sich gut, das gebe ich zu aber die nächste Generation wird zu beissen haben in Europa. Soziale Unruhen mit Gewalt sind nicht mehr weit. Die Stücke zum Verteilen vom gleichgrossen Kuchen werden immer kleiner in Europa.
    4. Antwort von mahmut alane  (holundder)
      Hillary und pelosi sind extrem, da haben sie recht, extrem korrupt und sicher nicht extrem links hahaha, selten so gelacht. Clinton und Co sind neoliberale. Das sind kriegsgeile, abgehobene Politiker, die nichts für normalverbraucher tun- wir übrigens die gesamte GOP auch.
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Falls Biden gewinnt sollte klar sein, dass er maximal eine Amtszeit durchläuft. Danach sollte die Vizepräsidentin übernehmen und wiederum ein Frau als Vize anstreben. Voraussetzung ist natürlich, dass ein guter Job gemacht wird. Mit zwei Frauen an der Spitze, sollten die USA dann endlich Grundsaniert werden. Die Männer haben bisher alles verbockt!!
    1. Antwort von mahmut alane  (holundder)
      Liegt nicht daran, dass sie Männer waren... FDR war auch ein Mann und die reps mussten die amtszeitbeschränkung einführen, um ihn loszuwerden. Ausser der Verfolgung der Japaner in den USA, hat er so ziemlich alles richtig gemacht.