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Wale und Co. Tierschicksale, die die Welt bewegten

Am vergangenen Montag ist ein Buckelwal an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Rettungskräfte versuchten den Wal, den man Timmy taufte, in einer umfassenden Aktionen zu retten – ohne Erfolg. Der Wal hatte sich zuvor in einem Netz verheddert. Die Rettungsaktion musste schliesslich abgebrochen werden, da der Wal zu erschöpft war. Nach Angaben der Fachleute und Meeresschützer vor Ort wird der Wal wohl in der Bucht sterben.

Timmy wurde über Nacht zur Sensation und berührte die Herzen vieler Menschen. Seine Geschichte erinnert an andere Tiere, deren Schicksale tiefe Emotionen in uns weckten.

Knut, der Eisbär

Es war eine Geschichte wie aus dem Bilderbuch. Eisbär Knut, geboren im Zoologischen Garten Berlin, wurde von seiner Mutter abgelehnt. Der Zootierpfleger Thomas Dörflein hatte daraufhin die Erziehung des kleinen Bären übernommen. Der Pfleger kümmerte sich wie ein Vater um das Eisbärenbaby, die beiden schienen unzertrennlich zu sein.

Mann interagiert mit jungem Eisbär.
Legende: Thomas Dörflein und Eisbär Knut – ein unzertrennliches Paar. AP Photo/Herbert Knosowski

Nach rund einem Jahr inniger Freundschaft starb Thomas Dörflein an einem Herzinfarkt. Der kleine Eisbär war erneut ohne Bezugsperson. Im Alter von vier Jahren erlitt Knut einen epileptischen Anfall, stürzte ins Wasser und ertrank. Das war das tragische Ende einer berührenden Geschichte.

Harambe, der Gorilla

Gorilla Harambe war im Zoo von Cincinnati von einem Wärter erschossen worden, nachdem ein Dreijähriger in sein Gehege gestürzt war. Der Affe hatte das Kind nicht direkt attackiert, aber heftig herumgeschubst.

Statue eines Gorillas mit Blumen und Stofftieren.
Legende: Trauer um Harambe: Zwei Tage nach seinem Tod legten Menschen Blumen unter die Bronzene Statue im Cincinnati-Zoo. REUTERS/William Philpott

Über Nacht entfachte die Geschichte des Gorillas grosses Aufsehen und Harambe wurde zum Internetstar. Es stellte sich die Frage, ob das Tier tatsächlich erschossen werden musste, oder ob es auch eine Alternative gegeben hätte.

Delfin Winter

Die Delfindame Winter verfing sich 2005 in einer Krabbenfalle, wodurch sie ihre Schwanzflosse verlor. Sie konnte gerettet werden und wurde in ein Marine Aquarium in Florida gebracht. Dort begann ihre inspirierende Geschichte. Das Aquarium entwickelte in einer Kollaboration mit einer Klinik eine prothetische Schwanzflosse. Es war die erste ihrer Art.

Delfin schwimmt im klaren Wasser.
Legende: Die Delfindame Winter verlor ihre Schwanzflosse nach einem Unfall mit einer Krabbenfalle. AP Photo/Chris O'Meara

Die Delfindame konnte dadurch wieder besser schwimmen. 2021 starb Winter und wurde in einer Urne zurück ins Meer gebracht. Die Geschichte von Winter wurde sogar im Film «Dolphin Tales» erzählt und bleibt bis heute eine Inspiration.

Elefantin Ely

Sie war bekannt als «die traurigste Elefantin der Welt». Die Elefantendame Ely verbrachte rund 20 Jahre im Zirkus, bevor sie in den Zoo von Mexiko-Stadt gebracht wurde. Dort musste sie jahrelang allein leben, was sie offenbar depressiv werden liess. Aktivisten zufolge begann Ely wegen ihrer Traurigkeit und aus Stress, den Kopf gegen die Wände zu schlagen.

Elefant wirft Staub mit dem Rüssel in die Luft.
Legende: Die Elefantenkuh Ely in ihrem Gehege im Zoo von Mexiko-Stadt. AP Photo/Marco Ugarte

Nach jahrelangem Alleinsein wurde das Gehege von Ely vergrössert und sie bekam zwei «Gspändli». Nach unermüdlichem Einsatz von Tierschutzorganisationen entschied ein Gerichtsurteil zugunsten der Elefantin: Ely soll bessere Lebensbedingungen erhalten.

Orakel-Krake Paul

Eine etwas andere Geschichte, jedoch gleich bemerkenswert, ist die des Kraken Paul. Mit erstaunlicher Treffsicherheit sagte das Orakel aus dem Sea Life Oberhausen bei der WM 2010 alle Spiele der DFB-Elf korrekt voraus – inklusive dem Halbfinal-Aus gegen Spanien.

Mit seiner Gabe wurde Paul sogar zum Ehrenbürger der spanischen Kleinstadt Carballino ernannt. Sogar ein Denkmal wurde ihm zu Ehren errichtet.

SRF 4 News, 28.3.2026, 14:30 Uhr ; 

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