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Ausschreitungen in der Nähe von Quito (unkomm.)
Aus News-Clip vom 08.10.2019.
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Wegen Benzinpreiserhöhung Proteste in Ecuador spitzen sich zu

  • Die Proteste gegen höhere Benzinpreise in Ecuador halten an. Heute wollen sich indigene Völker mit einem «Marsch auf Quito» beteiligen .
  • Vielerorts kam es zu Strassenblockaden, Zusammenstössen mit Sicherheitskräften und Plünderungen.
  • Demonstranten haben zudem drei Ölfelder des staatlichen Ölkonzern Petroamazonas besetzt.

Der Betrieb sei eingestellt worden, teilte das Unternehmen per Twitter mit. Das Unternehmen führt zurzeit Gespräche mit den Demonstrierenden. Sollte die Blockade anhalten, rechnet das ecuadorianische Energieministerium mit einem Ausfall von rund 60'000 Barrels pro Tag.

Regierungsitz vor «Marsch auf Quito» verlegt

Ecuadors Präsident Lenín Moreno teilte mit, dass er seine Regierung von Quito nach Guayaquil verlegt habe. In der ecuadorianischen Hauptstadt wird heute die Ankunft von rund 20'000 Demonstranten indigener Völker erwartet, die gegen die Erhöhung der Treibstoffpreise und die Erdölausbeutung in ihren Gebieten protestieren.

Moreno beschuldigte seinen Vorgänger Rafael Correa und den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, einen Staatsstreich gegen seine Regierung voranzutreiben. «Maduro und Correa haben ihren Destabilisierungsplan in Gang gesetzt», sagte Moreno in einer Fernsehansprache am Montagabend (Ortszeit).

Plünderungen

In der Provinz Cotopaxi, im Zentrum Ecuadors, wurden eine Milchfabrik und Blumenfarmen geplündert. Rund 50 Militärs und Polizisten wurden von indigenen Gruppen in der Nachbarprovinz Chimborazo festgehalten, wie die Zeitung «El Comercio» berichtete. Demonstranten besetzten den Regierungssitz in der Provinz Bolívar.

Ausnahmezustand für zwei Monate

Nach Angaben der Innenministerin María Paula Romo wurden seit Beginn der Proteste 477 Menschen festgenommen. Die Regierung hat für 60 Tage den Ausnahmezustand verhängt. Am Sonntag war ein junger Mann bei Protesten ums Leben gekommen. Er war von einem Auto überfahren worden.

Die Treibstoffpreise sind durch die Streichung von Regierungssubventionen stark angestiegen. Die Massnahme ist Teil von Strukturreformen, zu deren Umsetzung sich die Regierung im Gegenzug für einen Kredit des Internationalen Währungsfonds von 4,2 Milliarden Dollar verpflichtet hat.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Lina Ratzfatz  (LinaRatzfatz)
    Liebes SRF. Diese Darstellung ist sehr einseitig. Die Demonstranten gehen in Ecuador auf die Strasse, weil der Präsident Lenin Moreno erst letztes Jahr den grössten Investoren im Land Steuerschulden von 4.2 Milliarden erlassen hat. Nun deckt er dieses Geld mit einem Darlehen des IWF und versucht dies mittels wirtschaftlichen 'Reformen' auf dem Rücken der ärmsten Teile der Bevölkerung wieder reinzukriegen.
    Wonach riecht es, wenn ein Präsident Panzer gegen die eigene Bevölkerung auffährt?
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    1. Antwort von Mischa Veith  (mischa)
      Dass Correa zuvor aber 12 Jahre lang das Land „ausverkauft“ hat an den Meistbietenden und sich und seine Kumpanen bereichert hat, das hat natürlich nichts mit der momentanen Situation in Ecuador zu tun...
      Moreno muss etwas unternehmen, damit die Schulden seines Vorgängers irgendwie und irgendwann getilgt werden können!
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    2. Antwort von Urs Stotz  (Urs Stotz)
      Mischa Veith: "Moreno muss etwas unternehmen, damit die Schulden seines Vorgängers irgendwie und irgendwann getilgt werden können!"
      Und das geht mit Steuerschulden erlassen?
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