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Wegen Coronavirus Südkorea erwägt Reduzierung der Militärmanöver

  • Wegen des Ausbruchs des Coronavirus haben Südkorea und die USA angekündigt, ihre gemeinsamen Militärmanöver dieses Jahr möglicherweise zu reduzieren.
  • Zudem hat die US-Gesundheitsbehörde empfohlen, auf Reisen nach Südkorea zu verzichten.
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Aus dem Archiv: Kann das Coronavirus noch gestoppt werden?
Aus Tagesschau vom 23.02.2020.
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Pentagonchef Mark Esper sagte am Montag bei einer Pressekonferenz mit dem südkoreanischen Verteidigungsminister Jeong Kyeong Doo in Washington, dass man derzeit über eine Reduktion der Manöver berate. Man werde aber «weiterhin voll und ganz bereit sein, allen Bedrohungen zu begegnen», so Esper.

Jeong sagte, in den südkoreanischen Streitkräften seien bislang 13 Soldaten mit dem neuartigen Coronavirus diagnostiziert worden. Der Minister sprach von einer «ernsten Lage». Zur Abschreckung Nordkoreas sind mehr als 28'000 US-Soldaten in Südkorea stationiert.

 Mark Esper und Jeong Kyeong Doo reichen sich die Hand
Legende: US-Verteidigungsminister Mark Esper und sein Amtskollege Jeong Kyeong Doo trafen sich im Pentagon. Reuters

Die US-Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention raten US-Amerikanern, wegen des Coronavirus-Ausbruchs alle unnötigen Reisen nach Südkorea zu vermeiden. Südkorea meldete am Montagabend 60 neue Fälle, wodurch die Gesamtzahl der infizierten Patienten im Land nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf knapp 900 anstieg.

Fokus auf christlicher Sekte

Die Mehrzahl der neuen Fälle in Südkorea konzentriert sich auf die Millionen-Stadt Daegu und die Provinz Nord-Gyeongsang im Südosten des Landes. Die Regierung prüfe derzeit «maximale Quarantänemassnahmen» für die Region, einschliesslich einer Einschränkung der Bewegungen für Menschen, wurde ein Regierungssprecher von der Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Daegu und die unweit davon liegende Stadt Cheongdo waren am Freitag zu speziellen Kontrollzonen erklärt worden.

Die grösste Häufung von Infizierungen gibt es unter Anhängern der christlichen Gruppierung «Shincheonji-Kirche Jesu», die oft als Sekte angesehen wird. Mehr als die Hälfte aller Fälle im Land entfällt auf Mitglieder der Kirche. Die Behörden untersuchen, ob die Infektionen möglicherweise von einem sogenannten Superverbreiter ausgingen.

Zudem wurden mehr als 100 Patienten und Mitarbeiter eines Krankenhauses in Cheongdo positiv auf das Virus getestet. Die stark betroffene psychiatrische Abteilung wurde unter Gruppenisolierung gestellt. Untersucht werden auch mögliche Übertragungswege des Virus zwischen «Shincheonji»-Anhängern und der Klinik.

SRF 4 News, 3:00 Uhr; sda/dpa/reu/arnf

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