- Seit Mittwoch wüten Waldbrände an der französischen Westküste bei Bordeaux.
- Inzwischen mussten fast 20'000 Menschen vorsorglich evakuiert werden.
- Verletzte gibt es bislang nicht.
Am Mittwochmittag brach das Feuer in der Ortschaft Saumos in der beliebten Urlaubsregion aus – am Abend und in der Nacht liess die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, Campingplätze und Ferienzentren räumen. Am Donnerstag dann gab es einen weiteren Evakuierungsbefehl, der rund 8800 Menschen betraf. Hunderte Touristen vom Campingplatz des Ortes Le Porge etwa mussten ein Notquartier in einer Halle im unweit gelegenen Lège-Cap-Ferret beziehen.
Betroffen seien vor allem Urlauber von zahlreichen Ferienzentren und Campingplätzen, teilte die Präfektur des Departements Gironde mit. In neun Orten der Region seien 2500 der Evakuierten vorübergehend aufgefangen worden. Die Gendarmerie habe die Evakuierungen begleitet und sichere die betroffenen Ferieneinrichtungen ab.
2400 Hektar stehen in Flammen
Der Brand hat sich bereits auf einer Fläche von 2400 Hektar ausgedehnt und sich erst auf den Ort Le Porge und dann auf Lège-Cap-Ferret zubewegt. Bei dem sehr heftigen Brand seien weiterhin 500 Feuerwehrleute im Einsatz, die sich Schritt für Schritt darum bemühen, ihn einzudämmen. Zusätzliche Löschflugzeuge und Feuerwehreinheiten aus anderen Teilen Frankreichs wurden in die Region verlegt.
Für die weitere Bekämpfung des Brandes bleiben die Wetterbedingungen unterdessen laut Präfektin Brocas angesichts der im Laufe des Tages erwarteten «unberechenbaren Winde» und der starken Hitze «ungünstig». In der Region wurden laut Wetterdienst Météo Media Temperaturen bis zu 34 Grad erwartet. Auf 2400 Hektar Fläche hat sich der Brand bis zum Donnerstagmittag ausgedehnt und Einsatzkräfte und Einheimische bangen, wie es weitergeht.
Die Feuerwehr war damit beschäftigt, für ihren Nachschub wichtige Strassen befahrbar zu halten. Auf der Halbinsel Cap Ferret, wo zunächst nur der Campingplatz geräumt wurde, schlossen die Einheimischen ihre Läden, der Strand war verwaist, wie «Sud-Ouest» berichtete. Vorsorglich hatten die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr die Evakuierung der Halbinsel vom Meer aus trainiert – noch wird aktuell an dieses Szenario aber nicht gedacht.