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Trump «Ich werde mir das genau ansehen» (englisch)
Aus News-Clip vom 16.08.2020.
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Whistleblower im Exil Trump offen für Begnadigung von Edward Snowden

  • US-Präsident Donald Trump prüft, den Whistleblower Edward Snowden zu begnadigen.
  • Er sei zwar nicht besonders vertraut mit dem Fall, sagte Trump vor Journalisten, aber er werde sich das ansehen.
  • Früher hat Trump Snowden als «totalen Verräter» bezeichnet.

Die Frage an Trump kam auf, nachdem der Präsident jüngst in einem Interview der Zeitung «New York Post» gesagt hatte, eine Menge Leute seien der Ansicht, dass mit Snowden nicht fair umgegangen worden sei. Auch jetzt sagte Trump, es gebe unterschiedliche Meinungen zu Snowden: «Manche Leute denken, er sollte anders behandelt werden, andere denken er hat sehr schlimme Dinge getan.»

Snowden hatte im Jahr 2013 mehreren Journalisten eine Vielzahl vertraulicher Dokumente des amerikanischen Abhördienstes NSA gegeben. Das Material offenbarte ein tiefgreifendes System der Internet- und Telekommunikationsüberwachung durch US-Geheimdienste und ihre britischen Verbündeten. Während Snowden wegen Geheimnisverrats angeklagt wurde, gibt es auch in den USA die Ansicht, dass er der Gesellschaft einen Dienst erwiesen habe.

Folgen wirken nach

Die Folgen von Snowdens Enthüllungen wirken bis heute nach: Erst vor wenigen Wochen kassierte der Europäische Gerichtshof zum zweiten Mal eine Vereinbarung zur Übermittlung der Daten von Europäern in die USA, weil die Informationen dort nicht ausreichend geschützt seien.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte 2017 am Ende seiner Amtszeit die Whistleblowerin Chelsea Manning begnadigt. Manning hatte der Enthüllungs-Plattform Wikileaks diplomatische Korrespondenz und Militärunterlagen weitergegeben. Besonders bekannt wurde ein Video, in dem Zivilisten und Reporter im Irak von US-Truppen beschossen werden.

SRF 4 News, 16.08.2020, 12:30 Uhr;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Liebes SRF TEAM! IHR müsst Euch nicht wundern wenn auch ihr in Zukunft in den Topf der Lügen-Presse geworfen werdet! Denn diese Aussage hier drin :>
    "Besonders bekannt wurde ein Video, in dem Zivilisten und Reporter im Irak von US-Truppen beschossen werden" ist wohl weniger als die halbe Wahrheit! Die US-Drohnen-Schützen massakrierten bewusst ,Zivilisten, Reporter und sogar Kinder!
  • Kommentar von Marc Grut  (Pandas)
    Snowden ist ein absoluter Patriot, der alles versucht hat nicht zum Whistleblower werden zu müssen. Auch das er die Informationen nur an ausgewählte Journalisten weitergegeben hat, zeigt das.
    Mit allem anderen als seine Begnadigung, blamiert sich die USA weiter.
    1. Antwort von Bettina Diederich  (BeDied)
      Ich bin da ganz Ihrer Meinung. Mich stört nur, das diese Begnadigung zum Wählerstimmenfang genutzt wird.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Das tönt gönnerhaft von Trump, Whistleblower Edward Snowden zu begnadigen. Ich selber stehe in der Regel hinter jenen Whistleblower, die Missstände aufdecken, z. B. bei Banken schmutzige Machenschaften entdecken. Meine Identifikation ist eindeutig auf Seiten von Whistleblowern, die soziales oder anderes Unrecht schonungslos an den Tag bringen.