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«Wie digitale Gangster» Facebook im Visier des britischen Parlaments

  • Das britische Parlament hat Facebook bewusste Verstösse gegen Datenschutz- und Wettbewerbsrecht vorgeworfen.
  • «Unternehmen wie Facebook (...) sollte es nicht erlaubt werden, sich wie ‹digitale Gangster› in der Online-Welt aufzuführen», heisst es in einem Bericht.
  • Der Kulturausschuss hatte zuvor eine 18-monatige Untersuchung durchgeführt.
Legende: Video Aus dem Archiv: Fake News – die Lüge im digitalen Zeitalter abspielen. Laufzeit 05:44 Minuten.
Aus Einstein vom 25.10.2018.

Der Ausschussvorsitzende Damian Collins erklärte, der US-Konzern habe versucht, die Arbeit des Gremiums «durch unvollständige, unaufrichtige und zuweilen irreführende Antworten auf unsere Fragen zunichte zu machen».

Zuckerberg erschien nicht vor Ausschuss

Der Parlamentsausschuss hatte über Monate hinweg die Rolle von Facebook bei Desinformationskampagnen und «Fake News» und die Auswirkungen auf Abstimmungen in Grossbritannien wie dem Brexit-Referendum von 2016 untersucht.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg lehnte es trotz wiederholter Anfragen ab, vor dem Untersuchungsausschuss zu erscheinen.

Der Bericht empfiehlt nun, dass die britische Regierung eine unabhängige Untersuchung früherer Wahlen und Referenden mit Blick auf Einflussnahme aus dem Ausland vornimmt. Überdies drängt der Ausschuss auf einen verpflichtenden Verhaltenskodex für alle Technologieunternehmen, der von einer unabhängigen Regulierungsbehörde kontrolliert werden soll.

Online-Netzwerke wie Facebook könnten sich «nicht hinter der Behauptung verstecken», nur eine «Plattform» und nicht für deren Inhalte verantwortlich zu sein.

Facebook hält sich für transparent

In einer von britischen Medien veröffentlichten Reaktion Facebooks hiess es, das Unternehmen sei «offen für sinnvolle Regulierung» und unterstütze «die Empfehlung des Ausschusses für eine Wahlrechtsreform». Doch die Relativierung folgte auf dem Fuss: «Keine andere Plattform für politische Werbung ist so transparent und bietet die Tools an, die wir anbieten.»

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12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Jetzt fangen auch noch die Linken in Grossbritannien damit an, dass durch die Einmischung von facebook die Abstimmung betreffend Brexit verfälscht wurde. Haben die Linken auf dieser Welt wirklich sonst nichts zur Welt beizutragen als Anschuldigungen und Verleumdungen zu verbreiten? und viele, viele Fake News zu streuen!
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    1. Antwort von Thomas Tanneler (ipool)
      Da scheinen aber die Rechtsnationalisten ein Problem zu haben, wenn es sich bei einem derart knappen Resultat herausstellt, dass scheinbar nicht alles mit rechten Dingen lief. Da werden nur allzu gerne Anschuldigungen und Verleumdungen verbreitet.
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    2. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Man kann auch alles auf den Kopf stellen.
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    3. Antwort von Haller Hans (H.Haller)
      Herr Tanneler und Herr Camenisch, die ganzen Kampagnen rund um dem BREXIT liefen damals weitgehend nach Wunsch der BREXIT-Gegner ab. Ich glaube kaum, dass da "Facebook" als Medium wirklich ausschlaggebend ins Geschehen eingreifen konnte. - In der Tat, die meisten Medien waren auf Seiten der BREXIT-Gegnerschaft, wenn nicht gar beherrscht von den BREXIT-Gegnern. - Das merkt man sogar jetzt noch.
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  • Kommentar von Christian Mueller (Christian Mueller)
    Zitat Markus Somm, Ex-BaZ Chefredaktor und Hofschreiber Blochers: «Wenn ihr nicht zufrieden seid mit den Medien, dann müsst ihr aufhören, Inserate zu schalten.» Wer zahlt befiehlt halt, oder weswegen kauft Blocher und andere Zeitungen auf? Sicher nicht aus Nächstenliebe...
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  • Kommentar von Haller Hans (H.Haller)
    "Desinformations-Kampagnen" gehören leider zur ganzen Medienwelt und findet man sogar in ansonsten seriösen Zeitungen. Es soll ja auch Journalisten (mit Preisauszeichnungen) die Geschichten gewissermassen nachfrage-konform Schreiben. So kommt es halt, wenn man vom seriösen Journalismus zum Gesinnungs-& Meinungsbildungs-Journalismus überwechselt um Leser was bieten zu können. Auch Politiker und PR-Agenturen nutzen alle Möglichkeiten der "sog. neuen Meinungsbildung" aus.
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