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Wikileaks-Informantin Manning Whistleblowerin kommt wieder frei

  • Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning soll per sofort freigelassen werden.
  • Das hat ein US-Bundesgericht entschieden.
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Aus dem Archiv: Obama begnadigt Manning
Aus Tagesschau vom 18.01.2017.
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Chelsea Manning sitzt seit Mai des letzten Jahres im Bundesstaat Virginia wegen Missachtung des Gerichts in Beugehaft. Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. Nun kam ein Richter zum Schluss, ihre Aussage vor dem Geschworenengericht sei nicht länger notwendig. Damit entfalle auch die Notwendigkeit der Beugehaft, hiess es.

Die frühere Wikileaks Informantin Chelsea Manning.
Legende: Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning soll per sofort freigelassen werden. Reuters/Archiv

Die Whistleblowerin hatte Wikileaks 2010 Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze und Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan.

Sieben Jahre sass Manning bereits in US-Militärhaft. Sie war 2010 in Untersuchungshaft genommen worden. 2013 wurde sie bei einem Militärgerichtsverfahren zu 35 Jahren Haft verurteilt. Manning kam 2017 frei, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte.

SRF 4 News, 13.03.2020, 01:00 Uhr; DPA/Reuters/AP/wuef;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Serdar Hasdemir  (Jetztlangts)
    Diese Frau wird nun ihr Leben lang beim Staat verschuldet sein wegen den täglichen 500 bzw 1000$, die sie für ihre Integrität bezahlen muss. Eine Schande, was dieser Person angetan wurde. Eine Schande, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, was dem afghanischen und irakischen Volk zugemutet wurde. Manning hat nicht nur diese Verbrechen der Welt vor Augen geführt, sondern auch das Verbrechen, welches die USA an ihr selbst verübt haben. Sie ist ein Held, aber niemand will so enden wie sie.
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  • Kommentar von Urs Stotz  (Urs Stotz)
    Weil Chelsea Manning nicht wie vom Gericht verlangt Julian Assange belastete, wurden Chelsea Manning zuerst 500 Dollar pro Tag Haft und später gar 1000 Dollar Strafe angerechnet. Soviel zur Rechtsstaatlichkeit der USA. An so einen Staat soll Julian Assange ausgeliefert werden - ein Staat der gnadenlos weltweit diejenigen mit allen Mitteln verfolgt, die die Kriegsverbrechen genau dieses Staates aufgedeckt haben.
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  • Kommentar von Manuel Sutter  (Manuell)
    Gibt es Informationen zum angeblichen Selbstmordversuch von Manning vor ihrer Freilassung? War das eine Ente, oder ist da was dran? SRF, könnt ihr mir weiterhelfen?
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    1. Antwort von SRF News-Redaktion (SRF)
      @Manuel Sutter Laut Agenturen hat Mannings Anwaltsteam von einem Selbstmordversuch und anschliessender vorübergehender Hospitalisierung berichtet. Des weiteren zitiert die BBC am 12.3. Sheriff Dana Lawhorne aus Alexandria, Virginia: «There was an incident at approximately 12:11pm today at the Alexandria Adult Detention Center involving inmate Chelsea Manning. It was handled appropriately by our professional staff and Ms Manning is safe.» Auf die Art des Zwischenfalls ging sie jedoch nicht weiter ein. Liebe Grüsse, SRF News-Redaktion
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    2. Antwort von SRF News-Redaktion editor
      @Manuel Sutter Gestern Abend hatte sich noch ein Kollege gemeldet, der in der Sache auch recherchiert hatte. Er sagt folgendes: «Guardian und NPR, welche die Story aufgenommen haben, beziehen sich beide auf eine einzige Quelle («The Sparrow Project»), die sich wiederum auf Mannings Anwälte bezieht. Es scheint aber, dass weder Guardian noch NPR selbst die Anwälte kontaktiert hat. Die Behörden reden zwar von einem «Vorfall» und dass Manning «sicher» sei, räumen aber keinen Suizidversuch ein. Die Quelle «The Sparrow Project» ist eine PR-Agentur, hinter der Andrew Stepanian steht. Er amtete offenbar früher schon als eine Art Berater Mannings.» Liebe Grüsse, SRF News-Redaktion
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