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Sorge um Assange Ärzte fordern Ende der «psychologischen Folter»

  • Knapp 120 Ärzte und Psychologen fordern ein Ende der «der psychologischen Folter und medizinischen Vernachlässigung» von Julian Assange.
  • Der Wikileaks-Gründers leide unter den Folgen des Aufenthalts in der ecuadorianischen Botschaft und im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, schrieben die Experten in einem Brief, den die Medizin-Zeitschrift «The Lancet» veröffentlicht hat.
  • Sollte der 48-Jährige in der Zelle sterben, dann sei er «effektiv zu Tode gefoltert worden», schreiben die Mediziner weiter.
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Aus dem Archiv: Schweden stellt Untersuchungen gegen Assange ein
Aus Tagesschau vom 19.11.2019.
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Die Folterung von Assange müsse eingestellt und es müsse ihm Zugang zur «bestmöglichen Gesundheitsversorgung gewährt werden, bevor es zu spät ist». Er sitzt seit April 2019 im Londoner Gefängnis ein. Assanges Gesundheitszustand ist seinen Anwälten zufolge schlecht.

Unterdessen hat sich Assanges Kollege und Sprecher, der Isländer Kristinn Hrafnsson, zu Wort gemeldet. Demnach werde Assange nicht länger in Einzelhaft gehalten und seine Gesundheit verbessere sich.

2012: Flucht in die Botschaft

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Der Wikileaks-Gründer hatte sich aus Angst vor einer Auslieferung an die USA 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Die Ermittlungen wurden aber inzwischen eingestellt.

Im April 2019 wurde er von der britischen Polizei verhaftet, weil er mit seiner Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstossen habe. Dafür wurde er kurz darauf zu einem knappen Jahr Gefängnis verurteilt.

Die USA haben Assanges Auslieferung beantragt. Die Anhörung dazu soll am 24. Februar beginnen. Die Vereinigten Staaten werfen ihm vor, der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning – damals noch Bradley Manning – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Dadurch wurden auch von US-Soldaten begangene Kriegsverbrechen bekannt.

Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte gegen Assange vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm 175 Jahre Haft.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Schwyzer  (Michael Schwyzer)
    Von Flucht in die Botschaft von Ecuador kann keine Rede sein. Assange hat proaktiv bei der schwedischen Staatsanwaltschaft angefragt, ob er das Land verlassen darf, was ihm bestätigt wurde.

    Und das ist nur ein winziger Teil des Skandals des Jahrzehnts.

    Die ganze unfassbare Geschichte gibt'a hier zu lesen: https://www.republik.ch/2020/01/31/nils-melzer-spricht-ueber-wikileaks-gruender-julian-assange
    1. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Vermischen Sie da nicht ein paar Punkte? Assange ist ja nicht vor der schwedischen Justiz in die die ecuadorianische Botschaft in London umgezogen. Dazu hat Schweden gar nichts zu sagen gehabt.
      Assange verhinderte dadurch eine Gefangennahme durch die Briten und einer möglichen Auslieferung an Schweden, vor allem aber eine Auslieferung an die USA. Ein Domizilwechsel um sich einem Zugriff der Justiz zu entziehen, nennt man gewöhnlich Flucht.
    2. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      @ Thomas Koch: Haben Sie den verlinkten Republik Artikel gelesen? Dort stehen die Fakten, und die sind eben genau anders als Sie sie behaupten.
      Bei der Republik handelt es sich übrigens um ein Medium, das sich auf die Fahne geschrieben hat, dass alle veröffentlichten Texte streng auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft sind.
  • Kommentar von Cornelia Marthaler  (Cornelia Marthaler)
    Endlich berichtet srf über den Skandal! Nun bitte auch noch etwas mehr Infos, zum Beispiel darüber, dass der Mann vollkommen unschuldig ist und einzig weil er die kriminellen Machenschaften des US-Militärs publik machte, lebenslang in einem amerikanischen Gefängnis weggesperrt werden soll.
  • Kommentar von Fabian Munz  (famu)
    Freiheit für Assange!
    1. Antwort von Silvana-Raina Fuchs  (vulpa)
      freeAssangeNOW