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Selbst Standort Basel ist nicht mehr sicher
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 07.05.2020.
abspielen. Laufzeit 04:33 Minuten.
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Messe-Krise Uhrenmesse Baselworld findet auch nächstes Jahr nicht statt

Nachdem die grössten Uhrenmarken abgesprungen sind, gibt es jetzt definitiv auch keine Uhrenmesse Baselworld 2021.

Die Messe Schweiz sagt die nächste Ausgabe der Vorzeigemesse «Baselworld» ab. Die Uhren- und Schmuckmesse hätte vom 28. Januar bis am 2. Februar 2021 über die Bühne gehen sollen. «Wir sind intensiv daran, zusammen mit den Ausstellern und Besuchern die Bedürfnisse und Möglichkeiten neuer Plattformen abzuklären und zu diskutieren», erklärt Baselworld-Chef Michel Loris-Melikoff in der Mitteilung.

Die Basler Uhrenmesse kämpft seit einiger Zeit mit grossen finanziellen Problemen. Nachdem der grösste Aussteller Swatch Group mit Marken wie Omega, Longines oder Tissot bereits im letzten Jahr abgesprungen war, haben vor kurzem auch noch die grossen und wichtigen Namen wie Rolex, Tudor, Patek Philippe, Chanel oder Chopard sowie jene des französischen Konzerns LVMH (TAG Heuer, Hublot, Zenith und Bvlgari) der Messe den Rücken gekehrt. Sie wollen stattdessen in Genf ausstellen an der neu aufgegleisten Genfer Messe «Watches & Wonders Geneva» (vormals SIHH) im April des nächsten Jahres teilnehmen zu wollen.

Ob es nach der jetzt abgesagten Ausgabe 2021 überhaupt noch weiter geht und falls ja, in welcher Form, will die Messebetreiberin jetzt bis im Sommer entscheiden. Baselworld-Chef Loris Melikoff erklärt, dass der Vorschlag der Messe, eine Kombination einer digitalen und einer Live-Plattform immer noch immer ihre Berechtigung habe. Und auch verschiedene Uhrenhersteller betonen, dass die Messe vor allem auch neue digitale Angebote machen müsste. Rolf Studer, Chef der Baselbieter Uhrenfirma Oris bestätigt, dass falls es überhaupt noch eine Baselworld geben solle, diese auch digitale Lösungen anbieten müsste. Ganz ähnlich tönt es etwa auch bei der ostdeutschen Firma Glashütte Nomos.

Standort Basel nicht gesichert

Wenn schon die Richemont-Gruppe mit ihrer Vorzeigemarke Cartier in Genf ihre Messe abhält und nun neu auch noch Rolex + Co. ihre eigene Messe in abhalten, müsste sich da die Baselworld nicht überlegen, für die verbliebenen kleineren und mittlere Uhrenmarken und die Schmuckbranche in Genf gleichzeitig eine Messe zu organisieren? Auf diese Frage sagt Baselworld-Chef Michel Loris-Melikoff: «Möglich wären viele andere Standorte: Zürich, Luzern oder Lausanne. Aber bevor wir die Standortdiskussion führen, müssen wir wissen, was die Firmen überhaupt noch wollen.» Die Antwort lässt aufhorchen: Offenbar ist auch der Standort Basel bei einer Neuauflage nicht in Stein gemeisselt.

Einigung über Kosten für ausgefallene Messe

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Im Streit, wer wie viel der aufgelaufenen Kosten zur abgesagten Uhrenmesse Baselworld 2020, also von diesem Jahr, trägt, hat sich die MCH Group mit den Ausstellern geeinigt. «Die MCH Group trägt rund zwei Drittel der Kosten, die im Vorfeld der Messe bis zur Absage angefallen sind. Den Rest tragen die Aussteller mit», sagte ein Sprecher der Messebetreiberin.

Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr/17:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Im Messekalender 2021 finden sich gerade noch 4 (VIER) Messen der MCH Group in Basel: Die 1. Messe ist im Juni die ART - und im Herbst folgen noch die ILMAC, die MEFA/IGEHO und die DIDACTA. Insgesamt 15 Messetage. Vielleicht denkt man zu einem späteren Zeitpunkt einmal an die „guten, alten Zeiten zurück“, als man noch eine Muba, eine Uhren- und Schmuckmesse, eine Herbstwarenmesse durchführte. Und die Leidtragenden in dieser Messe-Misere sind wieder einmal die Mitarbeitenden!