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Panorama Baden im Fluss: Derzeit selbst für gute Schwimmer ein Risiko

Erstmals sind die Temperaturen in der Schweiz auf über 30 Grad gestiegen. Die Badesaison ist eröffnet. Doch das Schwimmen in Flüssen sollte man derzeit lassen – selbst als geübter Schwimmer.

Ein oranger Ständer mit einem Rettungsring im Vordergrund. Dahinter badende Menschen in der Aare.
Legende: Wegen der starken Strömung in den vollen Flüssen, ist es für Schwimmer schwierig, wieder ans Ufer zu gelangen. Keystone

Der Sommer ist in der Schweiz endlich angekommen, und zwar mit Temperaturen von über 30 Grad. Was liegt da näher als ein erfrischendes Bad im Freien? In der Badi ist das kein Problem, doch von einem Bad im Fluss rät Reto Abächerli von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft ab.

Flüsse kälter als sonst

Die Situation in vielen Schweizer Flüssen sei derzeit problematisch und ungewöhnlich für Ende Juni. «Wir haben eine überdurchschnittliche Wassermenge. Die Strömung ist schneller. Der Wasserstand ist höher und man sieht vielleicht Äste nicht. Auch die Temperatur ist tiefer als sonst zu dieser Jahreszeit.»

Wegen der starken Strömung ist es für Schwimmerinnen und Schwimmer unter Umständen schwieriger wieder ans Ufer zu gelangen. Das dürfe man nicht unterschätzen, sagen die Fachleute von der Lebensrettungsgesellschaft. Hinzu kommt, dass die Temperaturen in vielen Flüssen momentan spürbar kühler sind als üblich.

Atemprobleme und Krämpfe

Vielen Leuten sei das gar nicht bewusst, sagt Reto Abächerli. Auf Grund der Erfahrungen vom letzten Jahr seien sie nicht darauf gefasst: «Draussen ist es 30 Grad und der Fluss ist plötzlich drei, vier Grad weniger warm als im letzten Jahr. Das merke ich extrem.» Die Folgen sind mögliche Verkrampfungen und Atemprobleme.

Um das zu verhindern, muss man darauf vorbereitet sein, dass der Fluss sehr kalt sein kann. «Dann kann ich mich auch körperlich darauf vorbereiten», so Abächerli. Zudem gelte: Je tiefer die Temperatur des Wassers, desto kürzer sollte der Aufenthalt darin sein.

Deshalb ist momentan auch für geübte Schwimmer ein Bad im Fluss mit Risiken verbunden, auch wenn das schöne Wetter natürlich dazu verleiten kann. Wer auf der sicheren Seite sein will, geht deshalb lieber in die Badi.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Fredi Brühlmann (Fredsrf)
    Die Warnung ist durchaus angebracht. Ich schwimme das ganze Jahr in der Rhône bei Genf. Die Wassermassen sind dort wie in vielen anderen Flüssen zur Zeit weit über dem Durchschnitt, die Strömung entsprechend sehr stark. Zudem verdeckt der hohe Wasserstand tatsächlich viele der am Ufer liegenden Bäume, Steine, Mauern etc. Man muss zur Zeit sehr genau wissen, wo man gefahrlos hinein und wieder hinaus kann. Vormals einfache Stellen sind anspruchsvoll geworden.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Seltsame Warnungen anstatt sinnvolle Tips zu geben. Kurz für 10 Sekunden rein ins kalte Wasser. Eine Minute raus, damit der Körper Zeit hat auf kalte Umgebung zu schalten und dann rein ins Vergnügen und den Fluss runter und etwas früher als sonst in Richtung Ufer paddeln. Als ob Flüsse gefährlich wären - nö, nur Leute, die nicht damit umgehen können.
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