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Fachjournale rufen zum Klimaschutz auf
Aus SRF 4 News aktuell vom 06.09.2021.
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Fachverlage zur Klimakrise 220 Fachmagazine mit eindringlichem Appell an Regierungen

  • Mehr als 220 Fachmagazine zu Medizin und Gesundheit fordern die Staats- und Regierungschefs der Welt in einem gemeinsamen Leitartikel auf, den Klimanotstand ernstzunehmen und entsprechend zu handeln.
  • Sofortmassnahmen seien nötig, um die Gesellschaft umzugestalten, den Klimawandel einzugrenzen, die Biodiversität wiederherzustellen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.
  • Der Aufruf wird unter anderem in renommierten Journalen wie «The Lancet» und «The British Medical Journal» veröffentlicht.
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Aus dem Archiv: Pressekonferenz zum IPCC-Bericht
Aus Tagesschau vom 09.08.2021.
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Im Leitartikel hiess es unter anderem: «Wir, die Herausgeberinnen und Herausgeber von Gesundheitsjournalen, fordern die Regierungen und andere Verantwortliche zum Handeln auf und dazu, das Jahr 2021 als dasjenige zu markieren, in dem die Welt endlich ihren Kurs ändert.»

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Aus dem Archiv: Nobelpreisträger fordert einen Klima-Club
04:53 min, aus Echo der Zeit vom 24.01.2020.
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Der Aufruf erscheint im Vorfeld der UNO-Generalversammlung, einer der letzten internationalen Tagungen vor der Weltklimakonferenz, die im November in Glasgow stattfindet. «Im Vorfeld dieser entscheidenden Treffen rufen wir – die Herausgeber von Gesundheitszeitschriften weltweit – zu Sofortmassnahmen auf, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur unter 1.5 Grad zu halten, die Zerstörung der Natur zu stoppen und die Gesundheit zu schützen», heisst es weiter.

Renommierte Magazine stützen den Appell

Der Appell wird unter anderem in renommierten Journalen wie «The Lancet» und «The British Medical Journal» veröffentlicht. «Trotz der notwendigen Beschäftigung der Welt mit Covid-19 können wir nicht warten, bis die Pandemie vorüber ist, um die Emissionen rasch zu reduzieren», betonen die Autorinnen und Autoren des Appells.

Hitzebedingte Sterblichkeit, gesundheitliche Folgen zerstörerischer Wetterereignisse und die fortschreitende Vernichtung von für die menschliche Gesundheit wichtigen Ökosystemen seien nur einige der Auswirkungen, die aufgrund des Klimanotstands vermehrt beobachtet würden. Sie beträfen in unverhältnismässiger Weise die Schwächsten.

Wohlhabende Länder müssen mehr machen

Konkret müssten Industrienationen ihre Emissionen schneller senken «und zwar bis 2030 über die derzeit vorgeschlagenen Reduktionen hinaus und bis 2050 auf Netto-Null-Emissionen», heisst es in dem Aufruf. Zudem sollten sich die wohlhabenderen Länder zu einer Erhöhung der Klimafinanzierung verpflichten sowie ihren entsprechenden ausstehenden Verpflichtungen nachkommen.

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Aus dem Archiv: Die Schweiz verfehlt ihre Klimaziele
04:21 min, aus Rendez-vous vom 09.08.2021.
abspielen. Laufzeit 04:21 Minuten.

Die Anstrengungen, die schon jetzt unternommen würden, um Treibhausgase zu reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, seien zwar lobenswert, aber nicht genug. Vor allem würden die gesundheitlichen Folgen des Klimanotstands nicht hinreichend berücksichtigt.

«Die Risiken des Klimawandels könnten die einer jeden Krankheit in den Schatten stellen. Die Covid-19-Pandemie wird enden, aber es gibt keinen Impfstoff gegen die Klimakrise», kommentiert Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation.

SRF 4 News aktuell, 06.09.2021, 04:30 Uhr;

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Gerber  (1Berliner)
    Sozialverträglich? Die Natur kennt kein sozialverträglich. Das müssten dann schon wir Menschen in die Hand nehmen. Stichwort: Umverteilung.
  • Kommentar von José Miranda Morán  (Yanchu)
    Wir steuern unaufhaltsam in ein Ökozid! Wir müssen endlich etwas unternehmen! Die globale Erwärmung ist real! Ich z. B. habe ein kleiner ökologischer Fussabdruck! Wir müssen mehr Umweltbewusstsein säen!
  • Kommentar von Leonhard Müller  (Pardon)
    Geld und Bequemlichkeit steuern seit jeher unser Verhalten. Klimakrise und Corona bedeuten deshalb eine Kränkung für unseren Wunschtraum einer beherrschbaren, idealen Welt, für den es allerdings keinerlei Garantien gibt, auch in einer direkten Demokratie nicht. Und weil wir nicht gerne gekränkt werden, werden unsere Enkel bezahlen, was wir verdienen -