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Neue Höchstwerte aufgestellt – vor allem auf der Nordhalbkugel
Aus SRF 4 News aktuell vom 09.10.2019.
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Hitzesommer 2019 Doppelt so viele Messstationen, doppelt so viele Rekorde

Weltweit wurden diesen Sommer Hunderte Temperaturrekorde gebrochen. Das hat auch mit der grösse des Messnetzes zu tun.

Dieser Sommer war heiss, sehr heiss. «Bemerkenswert ist vor allem, wie verbreitet Hitzerekorde verbucht wurden», sagt SRF-Meteorologe Gaudenz Flury. Es gab in 29 Ländern neue Monatsrekorde. Das zeigt eine Analyse, Link öffnet in einem neuen Fenster des Klimainstituts Berkeley Earth in Kalifornien. Alleine 400 Rekorde wurden auf der Nordhalbkugel gemessen. Vor allem in Europa war die Hitze extrem.

Diese Zahl – 400 neue Rekorde – muss man mit Vorsicht geniessen.
Autor: Gaudenz FlurySRF-Meteorologe

So wurden in Frankreich, Grossbritannien, Belgien Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden neue Allzeitrekorde aufgestellt. Flury gibt aber zu bedenken: «Diese Zahl – 400 neue Rekorde – muss man mit Vorsicht geniessen.» Denn es komme darauf an, wie dicht das Messnetz sei. «Wenn es doppelt so viele Stationen gibt, dann gibt auch doppelt so viele Rekorde.»

Nur der Sommer 2003 war noch heisser

In der Schweiz war der Sommer 2019 der drittheisseste Sommer seit Messebeginn anno 1864 – ähnlich heiss war es im Sommer 2018, 2017 und 2015. In den letzten Jahren deutlich heisser war nur der legendäre Hitzesommer 2003.

Das sei ganz klar eine Folge des Klimawandels, sagt Flury. «Ein einzelner heisser Sommer kann zwar noch nicht unbedingt auf den Klimawandel zurückgeführt werden.» Das könne durchaus einfach das Wetter sein.

Aber diese Häufung sei ein Signal des Klimawandels. So schreibt auch MeteoSchweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, im Klimabulletin, Link öffnet in einem neuen Fenster vom Juni 2019: Das heutzutage häufigere Auftreten von Hitzewellen sei eines der Zeichen für die laufende Klimaveränderung.

Diese Veränderung werde sich sehr wahrscheinlich auch fortsetzen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Es bringt doch nichts über die Messstationen zu diskutieren.
    Es ist einfach viel zu heiss auf der Erde, dies schafft Probleme und erzeugt hohe Kosten. Da ist es müssig darüber zu diskutieren wieviel vom
    Mensch verursacht wird. Wichtig ist dass der Mensch alles daran setzt dass es nicht noch wärmer wird. Damit es weiterhin lebenswert bleibt auf der Erde zu leben.
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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Ich finde den Hinweis, dass die Wärmerekorde auf der Nordhalbkugel gemessen wurden bemerkenswert. Der folgende Link führt auf die Webseite der NASA, wo man sämtliche Messdaten von weltweit allen Messstationen über lange Zeitreihen ansehen und herunterladen kann. Da zeigt sich dann schnell, dass es auf der Südhalbkugel, beispielsweise in der Antarktis, in den letzten 40 Jahren kühler geworden ist. Das kann jeder einfach selber nachsehen. Siehe: https://data.giss.nasa.gov/gistemp/stdata/
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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Interessanter Beitrag. Und wie sagt der Metereologe Gaudenz Flury so schön: "Man muss diese Zahl mit Vorsicht geniessen." Um ein genaues Resultat zu haben und Vergleichen zu können müsste man über lange Zeitreihen an immer denselben Orten unter denselben Bedingungen messen. Wenn aber ständig neue Messstationen dazukommen, eventuell noch an sonnigeren Orten gelegen, werden die Zahlen unzuverlässig und zeigen ein verfälschtes Bild. So bleibt ein schaler Nachgeschmack.
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    1. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Also ich brauche überhaupt keine Messstation, um zu sehen, dass die Alpengletscher zurückgehen, dass der Rhein im Sommer so warm ist, so dass die Fische krepieren und dass die Landwirte im Wasserland Schweiz wegen der Dürre jammern. Ich brauche auch keine Messstation, um einzusehen, dass zu Mikroplastik prozessiertes Erdöl in den Meeren nichts verloren hat.
      Wir brauchen jedoch eine Messstation, um zu überprüfen, ob die Menschheit erkennt, dass es so wie bisher nicht ewig weitergehen kann.
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    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      @baumann: Sie haben Recht, wir sollten dringend dazu schauen unsere Umwelt nicht unnötig zu belasten, Belastungen zu reduzieren und uns gegen den Klimawandel vorzusehen! Die Umelt sauber zu halten können wir managen, gegen einen globalen Klimawandel, da müssen wir uns darauf einstellen sowie Anpassungen und Vorkehrungen treffen. Das Weltklima ändern können wir nicht, sonst müssten wir die Sonnenaktivität beeinflussen können.
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