Kälte-Einbruch im tropischen Taiwan: Dutzende sterben

Taiwan ist ein sicherer Wert für alle, die milde Temperaturen bevorzugen. Doch jetzt ist die Temperatur in kürzester Zeit auf vier Grad gesunken. Die Kältewelle forderte mindestens 85 Todesopfer.

Eine ungewöhnliche Kältewelle hat Taiwan in eisigem Griff. Buchstäblich über Nacht fielen die Temperaturen in der subtropischen Hauptstadt auf 4 Grad Celsius. So kalt war es seit 16 Jahren nicht mehr.

Der plötzliche Kälteeinbruch forderte das Leben mindestens 85 Menschen. Laut den Behörden führten meist Herz- und Kreislaufprobleme aufgrund der Kälte zum Tod. Betroffen seien vor allem ältere Personen gewesen.

Heftigste Wintereinbrüche seit Jahrzehnten

Auch weitere Teile Asien wurden von der plötzlichen Kälte überrascht. In Hongkong erreichten die Temperaturen am Sonntag gerade noch 3 Grad Celsius. Meldungen über Opfer gab es zunächst keine.

In Südkorea hatten die Menschen ebenfalls mit den Folgen des Winters zu kämpfen. Nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap sassen über das Wochenende mehr als 80'000 Besucher auf der südlichen Ferieninsel Jeju wegen des heftigsten Schneefalls seit 32 Jahren fest

Die Kältewarnung wie auch das vorübergehende Startverbot auf dem internationalen Flughafen von Jeju wurden mittlerweile aber wieder aufgehoben.

In Japan starben mindestens fünf Menschen in der Folge eines Erdrutsches nach heftigen Schneefällen. Über 200 weitere wurden verletzt.

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Heftige Schneefälle im Westen Japans (unkomm.)

0:34 min, vom 25.1.2016