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Vor dem EM-Final Italien-England
Aus Tagesschau vom 11.07.2021.
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London im Ausnahmezustand Vor EM-Final: Fans versuchten Wembley-Stadion zu stürmen

  • Zum ersten Mal seit Jahrzehnten erreicht die englische Fussball-Nationalmannschaft ein Endspiel bei einem grossen Turnier – und dann auch noch im eigenen Land. In der Londoner Innenstadt herrscht Ausnahmezustand und auch am Stadion gibt es Ärger.
  • Vor dem EM-Final haben zahlreiche Fussballfans versucht, ins Wembley-Stadion zu stürmen.
  • Einem Bericht des Online-Magazins «The Athletic» zufolge könnten Hunderte an den Sicherheitskräften an der Arena vorbeigekommen sein. Der Sender Sky Sports News sprach von bis zu 100 Fans.

Von den Stadion-Betreibern hiess es zunächst, niemand sei ohne Ticket ins Stadion gekommen. Die Uefa bestätigte zwar, dass Fans Barrieren durchbrochen hätten. Sie hätten sich jedoch keinen Zugang zum Innenbereich des Stadions verschafft. Später hiess es in einer Mitteilung des Wembley-Stadions jedoch, eine kleine Gruppe von Menschen habe sich Zugang verschafft. Man arbeite eng mit Stadionpersonal und Sicherheitsleuten zusammen, um diese Leute aus dem Stadion zu entfernen. «Jeder ohne Karte im Stadion wird sofort herausgeworfen.»

In den sozialen Medien waren Videos von chaotischen Szenen zu sehen, etwa wie Menschen eine Treppe im Umfeld des Wembley-Stadions hochrannten und von Sicherheitspersonal verfolgt wurden. Es kam zu Handgreiflichkeiten. In einem anderen Video war zu sehen, wie mehrere Menschen eine Blockade des Sicherheitspersonals durchbrachen und dabei auch Absperrgitter umwarfen.

Tausende feiern beim Stadion und in der Innenstadt

Londons Bürgermeister Sadiq Khan hatte Stunden vor dem Aufruf eindringlich an die Fans appelliert, nur zum Wembley-Stadion zu fahren, wenn sie auch ein Ticket haben – allerdings vergeblich. Schon am frühen Nachmittag feierten auf dem Wembley Way, dem rund 600 Meter langen Weg zwischen der U-Bahn-Station Wembley Park und dem Stadion, zehntausende Fans ohne jeglichen Abstand und ohne Masken, dafür aber mit viel Alkohol.

Doch nicht nur an der Wembley-Arena, auch am Piccadilly Circus und am Leicester Square in der Innenstadt feierten Tausende. Es wurde gesungen, das Bier floss in Strömen. Auf Videos war zu sehen, wie Fans kleinere Bäume herumwarfen. Beim Fanfest am Trafalgar Square, dessen Plätze coronabedingt stark limitiert waren, versuchten sich ebenfalls Fans ohne Eintrittskarten Zugang zu verschaffen.

Polizei hat alle Hände voll zu tun

Die Londoner Polizei berichtete ebenfalls von Vorfällen in der Innenstadt. An mehreren Bahnhöfen in der Stadt seien Fackeln gezündet worden, teilte die Metropolitan Police auf Twitter mit und betonte, es handle sich dabei um Straftaten. Man arbeite mit den Transportunternehmen daran, den fortlaufenden Verkehr sicherzustellen, damit alle sicher reisen könnten.

Die Polizeibeamten hätten alle Hände voll zu tun, hiess es. «Wir haben gesehen, wie Menschen von Lampen oder Werbetafeln springen, das kann sehr schnell zu Verletzungen führen», warnte die Polizei. «Wir mahnen alle dazu, vorsichtig zu sein und aufeinander aufzupassen.»

Tagesschau, 11.7.2021, 19:30 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Jagel Jörg  (chagall)
    Ich habe ein paar Jahre in England gelebt. Man soll ja nicht alle in den gleichen Topf schmeissen, richtig.
    Aber der "Normal-Engländer" hatte noch nie irgendwie einen Stil oder Anstand, dass ist nun mal so - warum auch immer.
    Wer meint, die "Deutschen oder Schweizer Ballermänner" seien schon der Wahnsinn, hat noch keine Engländer in Extase erlebt...
  • Kommentar von Heinz Michel  (Joshuatree)
    Ich habe die EM Spiele auch geschaut und Freude daran gehabt aber das Gekreische und das Benehmen vieler Fans bei den Millionen Teuren Spielern gibt mir doch rin wenig zu denken! Freude kann doch auch anders sein?
  • Kommentar von Frankie Otero  (Nick Name)
    Laserpointer-Attacken. Pfeifen bei der Nationalhymne des Gegners, Prügeleien von Sturzbetrunkenen: England hat einmal mehr brilliert. Gott sei Dank sind die nicht Europameister geworden. Die Spieler hätten es vielleicht verdient gehabt. Vielleicht. Aber ganz sicher nicht dieser 60'000-köpfige Mob. What a shame!