Zum Inhalt springen

Header

Video
Genug von den Giganten in der Lagunenstadt
Aus Tagesschau vom 08.06.2019.
abspielen
Inhalt

Nach Unfall mit Touristenboot «Raus mit den Monsterschiffen aus Venedig»

  • In Venedig haben Tausende die Verbannung von Luxuslinern aus der Lagunenstadt gefordert.
  • «Raus mit den Monsterschiffen aus Venedig», lautete der Slogan der Demonstranten, die durch die Innenstadt zogen.
  • Die neusten Proteste entzündeten sich am Unfall mit einem Touristenboot vor einer Woche, richten sich aber auch gegen weitere Aspekte des Kreuzfahrttourismus.

Organisiert wurde die Demonstration von der Bürgerbewegung «Comitato No Grandi Navi». Sie macht immer wieder Front gegen die «Meeresmonster». «Jedes Kreuzfahrtschiff verpestet unsere Luft wie 14’000 Autos», betonten die Demonstranten.

Debatte über Alternativen

Erwogen wird derzeit, dass die Kreuzfahrtschiffe in der Industriegegend von Marghera anlegen, was aber laut dem italienischen Verkehrsminister Danilo Toninelli nicht durchführbar sei. Das Projekt wird dagegen von Luigi Brugnaro, dem Bürgermeister von Venedig, befürwortet.

Als Alternativen gelten Kreuzfahrt-Terminals, etwa in Chioggia oder am Lido. Von hier aus sollen Kreuzfahrtpassagiere an Bord kleinerer Schiffe nach Venedig gebracht werden.

Ozeanriese rammte Touristenboot

Box aufklappenBox zuklappen
Ozeanriese rammte Touristenboot

Das Kreuzfahrtschiff «MSC Opera» rammte am vergangenen Sonntag beim Anlegen in Venedig ein Touristenboot, auf dem etwa 130 Menschen gewesen sein sollen. Das Unglück ereignete sich auf der Höhe der Anlegestelle San Basilio-Zattere. Der Unfall ist womöglich auf ein Blackout zurückzuführen.

Bei den Verletzten handelte es sich um vier Touristinnen aus Australien, Neuseeland und den USA im Alter zwischen 67 und 72 Jahren. Sie verletzten sich, als sie vom Ausflugsschiff flüchten wollten.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Das ist völlig richtig, dass Venedig nicht mehr solch grosse Kreuzfahrtschiffe in ihrer Lagunenstadt aufnehmen will. Ohnehin hat dieser Tourismus mit diesen gigantischen Schiffen und Mehresverschmutzern etwas Dekadentes an sich. Von mir aus sollten nur noch kleinere (in der Anzahl weniger! ) solcher Schiffe auf die Meere losgelassen werden. Die Schwierigkeit: Wer setzt dies durch? Die beste aller Möglichkeiten wäre es, dass Kunden solche Angebote systematisch zu meiden begännen.
    1. Antwort von Alex Kramer  (Kaspar)
      in Bezug auf die Umwelt- und Meeresverschmutzung steht die Stadt Venedig den Kreuzfahrtschiffen um nichts nach. Der (völlig überlaufene) Tourismus lebt vom Transport und dessen Kapazität, so dass ich schon vor 10 Jahren Venedig links liegen gelassen habe und mich dafür in die nahen Berge des Südtirols verzogen habe.
  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Wieso Kreuzfahrten nicht gleich GANZ verbieten?
    1. Antwort von Patrik Schaub  (Kripta)
      Ja, alles verbieten, ausser der Luft zum atmen.
      Verbieten, das Gebot der Stunde von selbstgerechten Weltverbessern.
    2. Antwort von Patrik Schaub  (Kripta)
      An meine Ablehner: ich habe es falsch formuliert; es ist nicht 'das Gebot der Stunde', sondern 'die Religion'.
      Ach ja, danke für die Bestätigung.
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich bin sonst auch nicht fürs Verbieten, aber für Kreuzfahrten sprechen wirklich nicht viel. Ich hoffe, Venedig verbietet das Befahren ihrer einzigartigen Lagunenstadt von Schiffen ab einer gewissen Grösse.
    4. Antwort von Alex Kramer  (Kaspar)
      wie kommt die Klima-Greta nach Amerika zur Konferenz, wenn nicht per Kreuzfahrt? Etwa im immunen Diplomatengepäck?
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das ist etwa das gleiche wie der "unsägliche Massen Tourismus in der Schweiz", welcher von Suisse Tourismus so propagiert wird, die machen unser schönes Land kaputt und denen geht es nur ums "Geld und Gewinnoptimierung es ist zum" kotzen"!
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich denke, man darf den Tourismus nicht als als solchen verteufeln. Viele Gegenden in der Schweiz sind extrem abhängig vom Tourismus.
    2. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      Das sind wohl die gröbsten Denkfehler der Vergangenheit. Jeder der sich extrem abhängig macht, sei es vom Tourismus oder von der EU steht über kurz oder lang auf der Verliererseite, Herr Planta.