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Friedensnobelpreis für das UNO-Welternährungsprogramm
Aus Tagesschau vom 09.10.2020.
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Nobelpreis 2020 Friedensnobelpreis für das UNO-Welternährungsprogramm

  • Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) wird mit dem Friedensnobelpreis 2020 ausgezeichnet.
  • Damit wir der Einsatz der Organisation gegen den weltweiten Hunger gewürdigt. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt.
  • Der Preis gilt als die renommierteste politische Auszeichnung der Erde und ist diesmal mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund eine Million Schweizer Franken) dotiert.

Die UNO-Organisation werde auch für ihren Beitrag zur Verbesserung der Friedensbedingungen in Konfliktgebieten ausgezeichnet, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Bekanntgabe. Der Preis wird am 10. Dezember in Oslo übergeben.

«Dies ist ein stolzer Moment», sagte der Sprecher des WFP in Genf, Tomson Phiri. Phiri war in einer Pressekonferenz gerade dabei, über die Arbeit des WFP im Sudan berichten, als der Preisgewinn bekannt wurde.

Wir haben auch in diesem Jahr geliefert und mehr als unsere Pflicht erfüllt.
Autor: Tomson PhiriSprecher WFP

Der Preis sei eine Anerkennung sowohl für die Mitarbeiter als auch die vielen freiwilligen Helfer und Helferinnen in aller Welt. «Wir haben auch in diesem Jahr geliefert und mehr als unsere Pflicht erfüllt», sagte er. Das WFP habe trotz der weltweiten Reisebeschränkungen Hungrige versorgt.

«Wir waren zu einem bestimmten Zeitpunkt die grösste Fluggesellschaft der Welt», sagte er. Das WFP hat Flugzeuge gechartert, nachdem kommerzielle Flüge, die sonst viel Material für das WFP befördern, nicht mehr geflogen waren. Der deutsche Account des WFP twitterte, Frieden und die Bekämpfung des Hungers gingen Hand in Hand.

Im vergangenen Jahr war der Preis an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed gegangen, der damit vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem Nachbarland Eritrea geehrt worden war.

Mehr als 300 Nominierte für den Preis

Für Abiys Nachfolge waren mehr als 300 Kandidaten im Rennen. 211 Persönlichkeiten sowie 107 Organisationen sind nach Angaben des norwegischen Nobelkomitees fristgerecht für den diesjährigen Preis vorgeschlagen worden.

Das entspricht der vierthöchsten Zahl an Nominierungen, liegt jedoch deutlich unter dem Spitzenwert von 376 Nominierten aus dem Jahr 2016. Für die Auswahl des Preisträgers ist eine Jury zuständig, die vom norwegischen Parlament ernannt wird.

Die Namen der Kandidaten werden von den Nobel-Institutionen traditionell für 50 Jahre geheimgehalten. Manche werden jedoch schon vorab von denjenigen preisgegeben, die die Nominierung eingereicht haben – das dürfen unter anderen Politiker, Akademiker und frühere Friedensnobelpreisträger.

Im Frühjahr gaben zwei schwedische Abgeordnete bekannt, ihre junge Landsfrau Greta Thunberg und die Klimabewegung Fridays for Future aufgestellt zu haben.

Abgeordnete der Linksfraktion im deutschen Bundestag schlugen Wikileaks-Gründer Julian Assange sowie die Whistleblower Edward Snowden und Chelsea Manning vor. Eine norwegische Parlamentsfraktion nominierte die Bevölkerung Hongkongs für ihren Kampf für Freiheit und Demokratie.

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Aus dem Archiv: Abiy Ahmed erhält Friedensnobelpreis
Aus Tagesschau vom 11.10.2019.
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Tagesschau, 09.10.2020, 12:45 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Totale Fehlentscheidung. Humanität und Überleben der Menschheit stehen in einem paradoxen Verhältnis. Der Welthunger sollte unbedingt bekämpft werden, jedoch nur in Verbindung mit einer Geburtenkontrolle und alternativer Altersvorsorge für diese Menschen. Denn wenn der Welthunger einfach so gestillt wird, was wir seit Jahrzehnten tun, explodiert die Weltbevölkerung und das bringt uns alle und den Grossteil der Natur um. Ich hoffe das rückt noch rechtzeitig ins Bewusstsein der netten Menschen.
    1. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Aha: Wir hier, die wir 10 mal mehr Ressourcen verbrauchen als die Armen der Dritten Welt, wir sollen diesen per "Geburtenkontrolle" auch noch vorschreiben können, wieviele Kinder sie zu kriegen haben? Das wäre ziemlich anmassend. Richtig ist, dass die Weltbevölkerung v.a. in Afrika zu stark wächst. Das reduziert man aber nicht mit "Geburtenkontrolle", sondern mit Wohlstandsförderung - sprich u.a. mit weniger schamloser Ausbeutung durch westliche Konzerne.
    2. Antwort von Arthur Meili  (Arthur Meili)
      Herr Toni Koller. "schamlose Ausbeutung durch westliche Konzerne". Immer die gleiche Platte, das zieht schon lange nicht mehr.
    3. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Da wollen Sie die Hungernden verhungern lassen weil sie nicht verhütet haben? Ein bisschen zynisch Herr Müller. Sie haben noch vergessen, dass wir viel mehr Ressourcen verbrauchen als die verhungernden.
    4. Antwort von robert mathis  (veritas)
      Herr Koller ich denke auch Sie sind Kunde von westlichen Konzernen es gibt nicht nur schwarz und böse diese penetranten Allgemeinverunglimpfungen der Konzerne ist unfair und nicht sachlich.Viele dieser Menschen vor Ort profitieren von diesen Konzernen.Dass diese Länder an Übervölkerung leiden ist unbestritten ergo wird das Stück Kuchen immer kleiner für den Einzelnen.
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Endlich wieder einmal eine gute Meldung aus der Abteilung Friedensnobelpreis.
  • Kommentar von Martin Meier  (M.Meier)
    Tiptop! Mit solchen Entscheiden gewinnt der Friedensnobelpreis wieder ein bisschen an Prestige. Gute Wahl.