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Nobelpreis 2021 Physik-Nobelpreis geht an drei Klimaforscher

  • Der diesjährige Nobelpreis für Physik geht an Syukuro Manabe, Klaus Hasselmann und Giorgio Parisi.
  • Damit werden die drei Wissenschafter für ihre Beiträge zur Modellierung des Erdklimas und zum Verständnis komplexer Systeme geehrt.
  • Das teilt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.

Komplexe Systeme zeichnen sich durch Zufälligkeit und Unordnung aus und sind schwer zu verstehen. Mit dem diesjährigen Physik-Nobelpreis würdigt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften die drei Forscher, die neue Methoden zur Beschreibung dieser Systeme und zur Vorhersage ihres langfristigen Verhaltens entwickelten.

Der gebürtige Japaner Syukuro Manabe und Klaus Hasselmann aus Deutschland legten den Grundstein für unser Wissen über das Klima der Erde und darüber, wie der Mensch es beeinflusst. Sie teilen sich die eine Hälfte des Physik-Nobelpreises. Die andere Hälfte geht an den Italiener Giorgio Parisi, der für seine revolutionären Beiträge zur Theorie ungeordneter Materialien und Zufallsprozesse ausgezeichnet wurde. Der Nobelpreis ist mit zehn Millionen Kronen (rund 1.06 Millionen Franken) pro Kategorie dotiert. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäss am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Im vergangenen Jahr ging der Physik-Nobelpreis zu einer Hälfte an den Briten Roger Penrose und zur anderen Hälfte an Reinhard Genzel aus Deutschland und Andrea Ghez aus den USA. Sie wurden für ihre Forschungen zu Schwarzen Löchern geehrt.

Schweizer Preisträger 2019

Im Jahr 2019 konnte auch ein Schweizer Forscher den renommierten Preis für sich beanspruchen. Der Preis ging zur Hälfte an James Peebles (Kanada/USA) sowie an Michel Mayor (Schweiz) und Didier Queloz (Schweiz) für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos.

Insgesamt haben bislang 215 Preisträgerinnen und Preisträger die Auszeichnung in der Kategorie Physik erhalten, der US-Forscher John Bardeen dabei gleich zweimal. Der erste von ihnen ist der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen gewesen, der den Preis 1901 für die Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlen erhalten hatte.

Virtuelle Preisvergabe

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Vergeben werden die Preise allesamt an Nobels Todestag, dem 10. Dezember. Dabei erhalten die Ausgewählten auch ihre prestigeträchtigen Nobelmedaillen und Diplome.

Die Nobelstiftung teilte bereits mit, dass zumindest bei der Preisverleihung in Stockholm wie im Vorjahr keine Preisträger in der schwedischen Hauptstadt vor Ort sein werden. Sie werden stattdessen in ihren Heimatländern geehrt, das Ganze wird dann mit einer Zeremonie im Stockholmer Rathaus verwoben. Grund dafür sind nach Angaben der Nobelstiftung Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und damit verbundene Reisebeschränkungen.

Weitere Preisträger im Verlauf der Woche

Am Montag war David Julius (USA) und dem im Libanon geborenen Ardem Patapoutian der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin zugesprochen worden.

Wer dann gemeinsam mit den Ausgezeichneten in Medizin und in Physik geehrt wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen: Am Mittwoch werden die Preisträger in Chemie verkündet, am Donnerstag folgt in der Schwedischen Akademie die Bekanntgabe des Literaturnobelpreisträgers. Am Freitag ist dann in Oslo der Friedensnobelpreis dran, am nächsten Montag wiederum in Stockholm der Preis für Wirtschaftswissenschaften, der als einziges nicht auf Nobels Testament zurückgeht.

Video
Aus dem Archiv: Nobelpreis für Physik geht an zwei Schweizer
Aus Tagesschau vom 08.10.2019.
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