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Support für Harry und Meghan «Bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer modernen Monarchie»

  • Königin Elizabeth II. hat ihre Unterstützung für die Rückzugsankündigung von Prinz Harry und seiner Frau Meghan erklärt.
  • Auf dem Krisengipfel der königlichen Familie sei Harry und Meghan eine «Übergangsperiode» gewährt worden.
  • SRF-Korrespondentin Henriette Engbersen spricht von einem «bedeutenden Schritt» für die britische Monarchie.
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Aus dem Archiv: Meghan und Harry haben genug
Aus Tagesschau vom 09.01.2020.
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Endgültige Entscheidungen sollten «in den kommenden Tagen» getroffen werden, erklärte die Königin. Es bleibe noch viel zu tun, da «komplexe» Fragen geklärt werden müssten. Harry und Meghan hatten am vergangenen Mittwoch erklärt, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und unabhängiger leben zu wollen.

Die Queen hatte Harry, seinen Bruder Prinz William und Thronfolger Prinz Charles auf ihren Landsitz ins Schloss Sandringham in der Grafschaft Norfolk eingeladen, um gemeinsam nach Antworten zu suchen. Meghan hatte sich telefonisch aus Kanada zugeschaltet.

Einschätzung von SRF-Korrespondentin Henriette Engbersen

Das Statement aus dem Buckingham-Palast macht deutlich, dass viele Details noch ungeklärt sind, aber Queen Elizabeth II. grundsätzlich grünes Licht gibt für Harrys und Meghans Wunsch. Es wird auch nochmals unterstrichen, dass Harry und Meghan finanziell unabhängig sein wollen, dies sicherlich ein wichtiges Zeichen an die britischen Steuerzahler.

Die letzten Tage war immer wieder zu hören, dass viele in der britischen Bevölkerung Verständnis haben für den Schritt des Paares, aber erwarten, dass die beiden dann in keiner Weise mehr von Steuergeldern profitieren. Dies ist bis jetzt der Fall, etwa wenn es um die Kosten für ihren Personenschutz geht.

Es ist wahrscheinlich, dass Harry und Meghan ihre Titel als Herzog bzw. Herzogin von Sussex behalten können und dass die Queen sich somit auch vorstellen kann, dass Harry und Meghan künftig, vermutlich nach der Übergangsphase, Aufträge annehmen können, um selber Geld zu verdienen. Aber Details dazu sind noch unklar.

Es ist gesamthaft ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer modernen Form der Monarchie, die es vorher in Grossbritannien so noch nicht gegeben hat.

«Wertvoller Teil meiner Familie»

«Obwohl wir sie lieber weiter als Vollzeitmitglieder der königlichen Familie gesehen hätten, respektieren und verstehen wir ihren Wunsch nach einem unabhängigeren Leben als Familie, bei dem sie ein wertvoller Teil meiner Familie bleiben», erklärte die Königin.

Harry und Meghan hätten deutlich gemacht, dass sie von öffentlichen Geldern unabhängig sein wollten. Deshalb sei eine «Übergangsperiode» beschlossen worden, während der sie in Kanada und Grossbritannien leben dürften.

Die Königin bezeichnete die Krisensitzung auf Schloss Sandringham als «sehr konstruktiv». Ihre Familie und sie selbst unterstützten den Wunsch von Harry und Meghan, ein «neues Leben als junge Familie zu schaffen».

Sturm der Entrüstung

Die Erklärung von Harry und Meghan hatte einen wahren Sturm der Entrüstung ausgelöst und das Königshaus in eine Krise gestürzt. Medienberichten zufolge hatte das Paar weder die Königin noch Harrys Vater Charles vorab in die Entscheidung eingebunden.

Die Ankündigung liess viele Fragen unbeantwortet. Offen war unter anderem, wie viel Geld die beiden künftig noch von Prinz Charles erhalten – bisher finanziert der Thronfolger aus seinem Privatvermögen laut Presseberichten 95 Prozent von Harrys Etat.

Es ist für das Paar jedoch nicht so einfach, eigenes Geld zu verdienen, ohne in Interessenskonflikte zu geraten. Geregelt muss auch werden, wer künftig für die Kosten für den Personenschutz aufkommen soll – und ob das Paar seine royalen Titel behalten wird.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Berger  (Mila)
    Den 5er und das Weggli! - Mitgefühl mit den 2 Royals ist kaum angebracht. Erst den ganzen Pomp mitmachen, das Castle Frogmore auf Kosten der Steuerzahler für über 2 Mio. aufwendig anpassen und dann aussteigen? Das junge Paar 35, resp. 38, Her Royal Highness, Duchess of Sussex, eine Schauspielerin mit Lebenserfahrung konnte nicht so naiv sein, nicht zu wissen, was sie in Sachen Journalistik erwartet. In ihrem bisherigen Beruf ist es normal, aufzufallen und sich im Ruhm zu sonnen.
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    1. Antwort von Margrit Berger  (mberger)
      Nachtrag: Clever! Mit dem prominenten Titel und den Mio., die ihnen zufliessen, werden sie ihr Vermögen vervielfachen. Mit dem Ausstieg sind sie frei, als "halbe Royals" privat Geschäfte mit der angemeldeten "Marke Sussex" zu machen. Es wird immer Leute geben, welche sich geschmeichelt fühlen und die auch wieder davon profitieren. Schwer zu verstehen, dass die Steuerzahler die Monarchien unterstützen.
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  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    Die Aussichten darauf, dass eine neu erstandene Diana vor den Medien die Firmeninterna ausbreitet, werden bei diesem Entscheid ein schlagendes Argument gewesen sein.
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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Es hat in den Monarchien Europas eine lange Tradition. So betrieb Franz I. Stephan von Lothringen, immerhin seines Zeichens Gemahl der Kaiserin Maria Theresia von Oesterreich nachweislich Landwirtschaft und gründete mindestens eine Keramikfabrik. Zur Hauptsache verdiente er jedoch Geld mit Geld, heute würde man ihn als Banker oder Finanzjongleur bezeichnen.
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