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Legende: Video Meteo Mittag abspielen. Laufzeit 04:43 Minuten.
Aus Meteo vom 28.06.2019.
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Temperaturrekorde purzeln Hitzewelle in Europa fordert fünf Tote

  • Südeuropa stöhnt unter Werten jenseits der 40 Grad.
  • In Frankreich wurde der Hitzerekord geknackt.
  • Die Hitzewelle fordert bisher fünf Todesopfer.

In Frankreich, wo die Temperaturen am Freitag mit 45,9 Grad auf den höchsten dort jemals gemessenen Wert stiegen, erlitt ein Mann einen tödlichen Schwächeanfall. Auch in Italien starb ein Mann den Hitzetod.

zwei Frauen kühlen sich an einem Brunnen.
Legende: In Rom suchen Touristen Kühlung im sogenannten «Nasone»-Brunnen. Keystone

Zwei Hitzetote gab es in Spanien: Ein 17 Jahre alter Landarbeiter sei am Donnerstag nach einem Hitzschlag bei der Ernte in der Provinz Córdoba im Süden gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden der Region Andalusien am Freitag mit. In Valladolid nordwestlich von Madrid erlag ein 93 Jahre alter Mann bei einem Spaziergang einem Hitzschlag, wie die Polizei mitteilte.

Waldbrände lodern weiter

Der grösste Teil Spaniens leidet seit Tagen unter einer für Juni unüblichen Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius. Nach Angaben der Wetterdienste dürfte sie bis Samstag andauern.

Mann benetzt sich das Gesicht an einem Wasserstrahl. Im Hintergrund ein Turm.
Legende: Ein Tourist sucht im südspanischen Córdoba Abkühlung an einem Brunnen vor der berühmten maurischen Moschee. Keystone

34 der insgesamt 50 Provinzen, darunter vor allem in Katalonien, warnen zudem vor Waldbränden. In der südkatalanischen Provinz Tarragona versuchten hunderte Feuerwehrleute den dritten Tag in Folge, einen verheerenden Waldbrand in den Griff zu bekommen. Die hohen Temperaturen verhindern die Löscharbeiten.

Tausende Schulen in Frankreich geschlossen

Die Hitzewelle trieb die Temperaturen in Frankreich auf nie dagewesene Höhen. Mit 45,9 Grad Celsius sei dort der höchste jemals gemessene Wert registriert worden, teilte das Meteorologie-Institut Météo France mit. Er wurde demnach aus Gallargues-le-Montueux im südlichen Département Gard gemeldet.

Am Freitag hätten 4000 Schulen nicht geöffnet oder eine Notfallbetreuung eingerichtet, teilte Frankreichs Premier Édouard Philippe mit. Er rief die Bevölkerung auf, wachsam und vorsichtig zu sein – und auch auf Familienmitglieder und Nachbarn zu achten.

Kind bei «Street Pooling» verletzt

Seit Anfang der Woche ächzt Frankreich unter der Hitzewelle. In der Hauptstadt Paris gelten wegen der hohen Ozonbelastung seit Mittwoch Fahrverbote.

Jugendliche laufen unter einem Wasserstrahl durch.
Legende: In Paris kühlen sich die Menschen an Wassersprinklern ab, welche die Behörden aufgestellt haben. Keystone

In einem Vorort wurde ein Kind verletzt, weil Anwohner einen Feuerhydranten geöffnet hatten, um sich abzukühlen, wie der Sender BFM TV berichtete. Die illegale Praxis des «Street Pooling» hat sich in den vergangenen Jahren in Frankreich verbreitet. Mit dem Wasser aus dem Hydranten entsteht auf der Strasse ein Pool - der heftige Wasserstrahl führt allerdings immer wieder zu Verletzungen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Strittmatter  (WalterStrittmatter)
    Es ist mir ein Rätsel, wieso diese Menschen gestorben sind. Die hätten sich ein Beispiel an unserem allseits geschätzten Albert Rösti nehmen und sich über das schöne Wetter freuen sollen, schliesslich ist es Sommer und normal, dass es heiss ist. Massnahmen zum Schutz der Umwelt sind dagegen kontraproduktiv und «teuflisch».
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Mittelfristig oder auch so früh wie möglich brauchen wir: Wasserretentionflächen in Städten und überall wo's geht. Die Landwirtschaft sollte wie es bereits Wendell Berry vorschlägt aus 80% Mehrjährigen Pflanzen und 20% jährigen Pflanzen bestehen. Das alte System der Agroforestrie ist ja in dem Sinne. Es braucht kleine miteinanderverbundene Biotope. Dann natürlich andere Strassenbeläge .... wo Wasser versickern kann ... Es gibt genug wichtige Vorschläge. Setzen wir die um. Kein Zuwarten.
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    1. Antwort von Dölf Meier  (Meier Dölf)
      Woher die Finanzierung, Milliarden zusätzlich für die AHV. Wo funktioniert ihr,visionäresSystem. Erwecken Sie Marx, damit er unsere Probleme löst.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Das Geld spielt keine Rolle, das liegt ja herum, wenn es um Milirarisierung, um Rettung von Banken in Not oder darum geht mulitnationale Konzerne über Gemeindesteuergelder zu subventioneiren. Dann sind dies Massnahmen im Vergleich zum Nutzen, den sie bringen, zur Lebensqualität, die sie in Städten fördern sicher nicht teuer. Wien scheint mir da bereits mit gutem Beispiel voran zu gehen .... Herr Meier.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Al B: Ja, das haben Sie völlig recht. Mich stimmt das auch nachdenklich. Mindestens so nachdenklich stimmt mich, dass es zahlreiche Klimaleugner gibt, die diese Klimaproblematik leugnen, wohl als Vorwand, nichts klimafreundliches mitunterstützen zu müssen.
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    1. Antwort von Dölf Meier  (Meier Dölf)
      Zu Ihrer Orientierung, die Hitze kommt aus der Sahara und nicht aus den dreckigen Industriegebieten. Der Klimawandel findet statt, nicht zum ersten Mal. Das letzte Mal sind Alle, ausser der Familie Noahs ertrunken. Der Schöpfer war mit den Menschen unzufrieden. Vielleicht erwischt er diesmal die Menschen auf dem grünen Bein
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