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Umfrage Cannabis-Akzeptanz Schweiz: Mehrheit will Kiffen legalisieren

  • Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung sprechen sich in einer Umfrage für die Legalisierung von Cannabis aus.
  • Gefordert werden jedoch weitgehende Regulierungsmassnahmen, vor allem im Jugendschutz.
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Aus dem Archiv: Jung und bekifft – Was Cannabis auslösen kann
Aus DOK vom 15.04.2021.
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So fordern knapp zwei Drittel der Befragten ein Mindestalter von 18 für Konsumierende, wie es am Donnerstag an einem Mediengespräch mit Vertretern des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Bern hiess. Zwei Drittel der durch das Forschungsinstitut Sotomo Befragten unterstützten die anstehenden Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken.

Eine klare Mehrheit von siebzig Prozent findet es wichtig, den gesetzlichen Umgang mit Cannabis in der Schweiz neu zu regeln. Die Befragten waren meist der Ansicht, dass die Eindämmung des Schwarzmarktes und die Erhöhung der Sicherheit für Konsumierende wichtige Faktoren seien, welche für eine Legalisierung sprechen würden. Auswirkungen von Cannabis auf das Gehirn von Jugendlichen waren laut BAG das häufigste Gegenargument.

Jugendschutz und Werbeverbot wichtig

Nebst striktem Jugendschutz sollen Prävention, ein Werbeverbot und eine hohe Besteuerung der Cannabisprodukte zu einer Legalisierung mit einem wirksamen Gesundheitsschutz beitragen, wie es weiter hiess.

Ziel der repräsentativen Befragung war es, zu erfahren, wie die Akzeptanz der Befragten zu Pilotversuchen mit Abgabe von Cannabis, den konkreten Regulierungsmassnahmen von Cannabis im Falle einer Legalisierung und die Haltung zur Legalisierung selbst ist. Die Datenerhebung von Sotomo fand bei 3166 volljährigen in der Schweiz wohnhaften Personen zwischen Ende Januar und Anfang April 2021 statt.

SRF 4 News, 01.07.2021, 10.00 Uhr;

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Endlich. Ignoriert die Konservativen und passt die Gesetze der gesellschaftlichen Realität an.
  • Kommentar von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
    ich find es immer wieder aufs neue witzig, das genau in dieser thematik menschen mit null cannabis erfahrung glauben, dass irgendwelche gesetze dem konsum einschränken. wer konsumieren will, schert sich einen dreck darum, welchen status die gnädigen alten weissen menschen in bundesbern dem cannabis gerade zugestehen! so ganz nach dem motto, legal-illegal-scheissegal! der illegal status verhindert nicht den konsum, sondern ermöglicht nur die staatliche kriminelle stigmatisierung!
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Cannabis, also "Kiffen" soll legalisiert werden....? Und wer kümmert sich um die Folgen bei jungen Menschen, welche - mit welchen, wessen finanziellen Mitteln auch immer - dann legal kiffen können?
    1. Antwort von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
      Sollte man Ihnen den Wein oder das Bier verbieten, weil es Jugendliche gibt, die mit Alkohol nicht umgehen können?

      Sollte man nicht auch Autos mit über 50PS verbieten weil einige Raser mit den vielen PS nicht umgehen können?

      Was genau ist mein verbrechen an der Gesellschaft, wenn ich mir am Abend eine Joint gönne?

      Die absolut allermeisten Cannabis Konsumenten kriegt die Gesellschaft in keinster Weise mit.
    2. Antwort von Dario Mosberger  (Dario94)
      Das kann man mit den generierten Steuern finanzieren, die man durch den Verkauf einnimmt.
      Heutzutage passiert es ohnehin schon. Jeder Junge kifft min. einmal bis er 20 ist, mit ein paar wenigen Ausnahmen.
      Ihr Argument wenn es den eines ist, ist somit kraftlos.
    3. Antwort von Andreas Grünkraut  (Grünkraut)
      Es kiffen ja jetzt schon sehr viele Menschen in der Schweiz, völlig egal ob legal oder nicht. Das Verbot bringt also nichts, sondern kriminalisiert nur Menschen welche Cannabis konsumieren. Diese finanzieren sich das ja jetzt auch schon auf irgend eine Art und Weise. Junge Menschen sollten so oder so keine Drogen zu sich nehmen ob Alkohol oder Cannabis. Der Reiz bei vielen Jugendlichen entsteht erst durch den Verbot an sich.

      Sinnvolle Gesetze müssen her.
    4. Antwort von Peter Holzer  (Peter Holzer)
      Bei der illegalen Produktion von Cannabis geht es vor allem darum, möglichst grossen Gewinn mit kleinsten Mengen zu generieren.
      Das heisst der Hanf wird mit synthetischem (billigen) THC besprüht um bei kleiner Menge eine grosse Wirkung zu haben.

      Analog zu den illegalen Alkohol-Brennern während der Prohibition etc.

      Dies alles schadet der Gesundheit doppelt und desshalb gehört Cannabis kontrolliert und legalisiert.