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Vorfall am Münchner Flughafen Passagierin sorgt für Millionenschaden

Eine Sicherheitspanne hat am Wochenende den Münchener Flughafen lahmgelegt. Nun ist klar: Der Vorfall kostet Millionen.

Legende: Video Hunderte Flugausfälle wegen Sicherheitspanne abspielen. Laufzeit 0:47 Minuten.
Aus SRF News vom 30.07.2018.

Eine Sicherheitspanne vom Wochenende kommt den Flughafen München teuer zu stehen. Nach ersten Schätzungen rechnet Flughafenchef Michael Kerkloh mit Kosten im unteren einstelligen Millionenbereich, unter anderem wegen fehlender Start- und Landegebühren und Ausfällen bei der Gastronomie. Die Haftungsfrage werde noch geklärt, so Kerkloh. Nicht darin eingerechnet ist der Schaden für die Fluggesellschaften, dieser bleibt zunächst unklar.

Passagiere warten nach Sicherheitspanne am Flughafen in München
Legende: Zehntausende sind am Münchner Flughafen über das Wochenende steckengeblieben. Reuters

Am Samstag war eine Frau unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse am Flughafen gelangt. Die Bundespolizei räumte umgehend das Terminal. 330 Flüge wurden abgesagt, rund 31'000 Passagiere waren betroffen. Tausende mussten am Terminal übernachten.

Vier Personen ins Spital eingeliefert

Das Wochenende gehörte Kerkloh zufolge zu den verkehrsreichsten des Jahres. Es sei ein grosses Glück gewesen, dass die Fluggäste die Situation so gelassen aufgenommen hätten. Wegen der hohen Temperaturen und der grossen Menschenmenge im Check-in-Bereich seien die Belüftungsanlagen im Terminal an ihre Grenzen gelangt. 52 Menschen wurden medizinisch versorgt, 4 mussten in Spitäler eingeliefert werden.

Kissen und Decken am Flughafen München nach Sicherheitspanne
Legende: Nach dem Chaos wird aufgeräumt: Sonntagmorgen am Flughafen mit Kopfkissen und Wolldecken. Keystone

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Rochus Schmid (Rochus Schmid)
    Es geht um Sicherheitssysteme versus praktisch denkende und handelnde Menschen mit Ermessensspielraum. Ein gutes Beispiel war kürzlich ein brennender Kehrichtwagen in Zürich, der anstatt vor Ort zu leeren und löschen, von der Polizei zur Kehrichtverbrennungsanlage eskortiert wurde. Der "autopilot" der Sicherheitssysteme sollte auch auf "Handbetrieb" umgeschaltet werden können. Dafür braucht es Menschen mit viel Erfahrung und praktischem Sinn.
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  • Kommentar von Marcel Aschmann (amar)
    Meines Erachtens hat man hier völlig überreagiert und den Flugbetrieb unnötig aufgehoben. Es zeigt wieder einmal wie unsicher die Sicherheitverantwortlichen sind. Der neue Flughafen Berlin lässt grüssen....
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Das hat doch nicht diese Frau verursacht! Wenn man da unkontrolliert durchgehen kann, dann haben die Sicherheitskräfte versagt.
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