Zum Inhalt springen

Header

Audio
Unternehmen setzen bei Bewerbungen künstliche Intelligenz ein
Aus Espresso vom 17.06.2022.
abspielen. Laufzeit 6 Minuten 15 Sekunden.
Inhalt

Digitale Bewerbungen «Maschinen» reden bei Bewerbungen ein Wörtchen mit

Die Digitalisierung macht Bewerbungen einfacher. Doch das klassische Vorstellungsgespräch ist immer noch wichtig.

In vielen Unternehmen sind die Zeiten vorbei, wo man eine Bewerbung mit allen Dokumenten in grossen Couverts an die Personalabteilung schicken musste. «Papier-Dossiers sind 2022 ein No-Go», sagt Matthias Mölleney, Leiter des Centers für Human Resources Management & Leadership der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ).

Die meisten Firmen bearbeiten die Bewerbungen elektronisch.
Autor: Matthias Mölleney Hochschule für Wirtschaft Zürich

«Die meisten Firmen bearbeiten die Bewerbungen elektronisch.» Kandidatinnen und Kandidaten würden aufgefordert, ihre Unterlagen selbst auf die firmeneigene Bewerbungsplattform zu laden oder das Dossier per E-Mail einzuschicken.

Das erste Gespräch erfolgt meist per Video-Telefonie

«Seit der Pandemie finden zudem die ersten Gespräche sehr oft per Video-Call statt», so Personal-Experte Mölleney. Schon vorher hätten zwar internationale Firmen solche Gespräche mit Kandidaten im Ausland geführt. Seit der Pandemie hätten sich solche Online-Meetings fast überall durchgesetzt.

Auch bei der Auswahl der Bewerber hätten sich die Abläufe verändert. So würden heute Computer-Programme dabei helfen, passende Kandidatinnen und Kandidaten auszuwählen. «Das Programm sucht zum Beispiel im Lebenslauf nach Stichwörtern und schlägt geeignete Personen vor», sagt Mölleney. Dies müsse aber kein Nachteil sein. Denn Computerprogramme hätten keine Vorurteile: «Aussehen, Nachname oder Herkunft interessiert die Software nicht.» Ein Nachteil sei jedoch, dass die Tools exotische Lebensläufe, die durchaus interessant sein könnten, nicht erkenne.

Nicht alle Firmen setzen Software als Hilfsmittel ein

Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» wollte von grösseren Arbeitgebern wissen, ob sie solche Software zur Selektion von Bewerbern einsetzen. Die Berner Kantonalbank und der Chemie- und Pharmakonzern Lonza sagen, bei ihnen gebe es das nicht.

«Espresso» ist an Ihrer Meinung interessiert

Box aufklappen Box zuklappen

Das Bauunternehmen Implenia testet derzeit ein Programm, das herausfinden soll, ob Bewerber anhand eines Fragebogens für eine Stelle in Frage kommen. Dazu braucht es weder einen Lebenslauf noch ein Motivationsschreiben. Bei der SBB – mit jährlich über 80 000 Bewerbungen – kommt ein sogenannter CV Matcher zu Einsatz: «Dieser gibt uns Hinweise darauf, wie gut ein Lebenslauf mit den gesuchten Fähigkeiten übereinstimmt.» Dies werde jedoch immer auch noch manuell gegengeprüft, betonen die SBB.

Espresso, 17.06.22, 08:13 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen