Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Manchmal kennen Tagesfamilien die Vorschriften nicht. abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 19.08.2019.
Inhalt

Familienexterne Betreuung Kanton Solothurn will Missstände bei Tagesfamilien bekämpfen

  • Wer fremde Kinder für 16 oder mehr Stunden pro Woche bei sich zu Hause betreut, muss dies beim Kanton melden.
  • Der Kanton besucht diese Betreuungseinrichtungen dann regelmässig, um zu überprüfen, ob die Regeln eingehalten werden.
  • Gemäss den Regeln dürfen nicht mehr als fünf Kinder von einer Person betreut werden.
  • In letzter Zeit traf der Kanton aber auf Tagesfamilien mit zehn Kindern pro Betreuungsperson.

Um eine Kita zu betreiben, braucht es im Kanton Solothurn eine Bewilligung. Wer eine Tagesfamilie gründet, also fremde Kinder für Geld bei sich zu Hause hütet, muss dies dem Kanton melden, sofern die Tagesfamilie mehr als 16 Stunden pro Woche von Kindern besucht wird. Der Kanton überprüft diese Betreuungseinrichtungen regelmässig, um sicherzustellen, dass die Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

Keine Probleme bei angemeldeten Tagesfamilien

Rund 70 Tagesfamilien sind beim Kanton Solothurn angemeldet, sie betreuen rund 200 Kinder. Die meisten dieser Tagesfamilien sind Mitglieder im Verein Tagesfamilien Kanton Solothurn. Bei diesen gemeldeten Tagesfamilien gibt es laut Kanton keine Probleme. Auch Esther Haldemann, Geschäftsführerein des Vereins der Solothurner Tagesfamilien betont: «Wir kontrollieren unsere Tagesfamilien selbst und der Kanton kontrolliert sie ebenfalls. Wir bieten eine altersgerechte Betreuung und niemand betreut bei uns mehr als 5 Kinder.»

Fragen nach der Bewilligung

Markus Schär, Leiter der Fachstelle Familie und Generationen beim Kanton Solothurn, sagt: «Wir stellen immer wieder fest, dass die maximale Anzahl an Kindern pro Betreuungsperson überschritten wird.» Zum Teil, weil die Tagesfamilien schlicht nicht über die Vorschriften Bescheid wüssten. Man habe dies zuletzt mehrmals bei Tagesfamilien mit Migrationshintergrund und schlechten Sprachkenntnissen festgestellt, die Kinder von Landsleuten betreuen würden. «Wer zehn Kleinkinder betreut, kann dazu nicht auch noch kochen oder einkaufen, dann kommen die Kinder einfach zu kurz.»

Dennoch seien gravierende Verstösse selten, so Schär. Werden sie bekannt, schreite die Aufsichtsbehörde ein, sei dies durch Bussen oder durch ein Verbot, das Betreuungsangebot weiterzuführen. Schär empfiehlt Eltern, aktiv nach der Bewilligung bei ihrer Betreuungsinstitution zu fragen. Angebote, die eine gültige Bewilligung vorweisen können, erfüllen die gesetzlichen Qualitätsanforderungen und bieten somit eine sichere und altersentsprechende Betreuung der anvertrauten Kinder.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    man könnte die eigenen kinder auch selber aufziehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Der Mensch, will viel zu viel, respektive, alles und das auch noch "unter einen Hut bringen", für möglichst wenig Geld! Diese Haltung vieler BürgerInnen der Schweiz, fördert auch die Auswüchse bei den Kinder-Betreuungs-Varianten, welche auch Leute mit kleinerem Einkommen, oder solche aus purem Geiz anstraben: Hauptsache es kostet nicht viel und die Kinder sind "irgendwie" versorgt".....!? Wer denkt dabei an die Kinder und deren effeltiven Bedürfnisse?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
      @Denise Casagrande: Bei diesem externen Betreuungswahn denkt niemand an die Bedürfnisse der Kinder. Werden die Kinder dann auffällig kann man sie psychologisch Abklären lassen, das auf Kosten der Allgemeindheit welche jährlich steigende KVG-Prämien zu bezahlen hat.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Adrian Schneider  (eidelen)
      Günstig muss nicht schlecht sein. Aber ich beobachte gelegentlich, dass Eltern bei der externe Kinderbetreuung geizen. So wird einem privaten Kindermädchen gerne ein miserabler Lohn bezahlt und den Arbeitgeberpflichten kommt man sowieso nicht nach. Und die Kita - "die ist viel zu teuer", obwohl es sich bei den meisten Paaren allemal lohnt, arbeiten zu gehen, als selbst zu den Kindern zuschauen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Und selbstverständlich werden auch alle Einnahmen versteuert...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen