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Aargau und Solothurn machen beim Lärmschutz vieles richtig
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 12.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:24 Minuten.
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Kampf gegen Lärm Der Aargau ist Flüsterbelag-Vorbild

  • Die Kantone Aargau und Solothurn setzen gute Massnahmen um, um die Bevölkerung vor Strassenlärm zu schützen. Das findet die Lärmliga Schweiz.
  • Der Aargau sei in der Deutschschweiz ein Vorbild in Bezug auf den Einbau von lärmarmen Belägen. Auch der Kanton Solothurn habe in diesem Bereich in letzter Zeit viel unternommen.
  • Die beiden Kantone sehen solche Flüsterbeläge als günstigere Alternative zu Lärmschutzfenstern und -wänden.
  • Auch Temporeduktionen werden geprüft. Im ganzen Kanton Aargau wird momentan untersucht, welche Auswirkungen Tempo 30 auf Kantonsstrassen hätte.

Peter Ettler, Präsident der Lärmliga Schweiz, stellt den Kantonen Aargau und Solothurn gute Zeugnisse aus, wenn es um den Schutz der Bevölkerung vor Strassenlärm geht. Der Aargau sei in der Deutschschweiz ein Vorbild in Bezug auf den Einbau von lärmarmen Strassenbelägen, sogenannten Flüsterbelägen. Auch der Kanton Solothurn setze «neuerdings» auf Massnahmen an der Quelle.

Die Kantone müssen von Gesetzes wegen Lärmschutzmassnahmen umsetzen, wenn gewisse Grenzwerte überschritten werden. Im Aargau laufe die Lärmsanierung seit 1995, so Dejan Milo, Sektionsleiter Strassenlärmsanierung beim Kanton. Zu Beginn wurden vor allem Lärmschutzfenster eingebaut oder an den Strassen Lärmschutzwände aufgestellt. Seit rund acht Jahren setze man vermehrt auf die Flüsterbeläge. Manchmal reiche diese Massnahme alleine allerdings nicht aus und es brauche zusätzlich neue Fenster oder Wände.

Lärmschutzwand an Strasse.
Legende: Keystone

Dass man viel Geld sparen kann, wenn anstatt teuren Lärmschutzwänden und -fenster ein neuer Strassenbelag eingebaut wird, zeigt ein Beispiel aus dem Kanton Solothurn. Bei einem 400 Meter langen Strassenstück in Zuchwil habe man eine Million Franken weniger ausgeben müssen, weil der Flüsterbelag genügend Lärm schlucke, erklärt Rolf Müller vom Solothurner Amt für Verkehr und Tiefbau.

Wo sind Temporeduktionen sinnvoll?

Bei der Lärmliga, einem Verein, der sich «für eine Welt mit weniger unnötigem Lärm» einsetzt, fordert man aber weitere Massnahmen in den beiden Kantonen. Präsident Peter Ettler erwähnt Temporeduktionen, diese seien «eine hochwirksame und kostengünstige Massnahme». Laut den Verantwortlichen bei den Aargauer und Solothurner Ämtern werden Geschwindigkeitsmassnahmen jeweils auch angeschaut. So habe man im Aargau bereits etliche 50er-Tafeln vom Dorfrand weg versetzt, meint Dejan Milo. Die Autos bremsten dann nicht mehr vor den Wohnhäusern ab.

Im Moment werde im gesamten Kanton untersucht, welchen Nutzen in Bezug auf Lärmreduktion Tempo 30 auf Kantonsstrassen hätte – vor allem in den Städten. Es zeige sich aber etwa am Beispiel Bahnhofstrasse Aarau: Im Durchschnitt fahre der Verkehr am Tag nur mit 23 Kilometern in der Stunde. Dies wegen Ampeln und Fussgängerstreifen. Die Wirkung von Tempo 30 in diesem Fall wäre minim, meint Milo.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Peter Kuhn  (Chr Pe)
    Also, dieser Beitrag und die Vorgehensweise des Bundes und der Kantone kann ich nicht wirklich gut finden. Als Hauseigentümer habe ich viel Geld für Lärmschutzfenster erhalten. Das ist ja wunderbar. Nur nützen diese kaum gegen Klappenauspüffe und aufheulende Motoren. Statt die Lärmquelle bei der Ursache anzugehen macht man Symptombekämpfung. Technisch sind weder laute Motoren noch Klappenauspüffe notwendig. Man könnte solche einfach verbieten.
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  • Kommentar von Beat Häfeli  (xxx)
    "...der Aargau sei in der Deutschschweiz ein Vorbild in Bezug auf den Einbau von lärmarmen Belägen..." - ja nachdem 30 Jahre lang mit Schallschutzwände und Lärmschutzfenster (Ersatzmassnahme) und leider immer noch mit Scheinsanierungen, den sogenannten Sanierungserleichterungen aufs falsche Pferd gesetzt wird. Zur Erinnerung: die Lärmsanierungsfrist für Kantons- und Gemeindestrassen ist am 31. März 2018 definitiv abgelaufen!
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